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Tauwetter auch an der Küste

Ist der Winter nun endgültig vorbei, fragen sich viele Besucher und Warnemünder angesichts des schmelzenden Eissaumes am Meeresufer. Die letzten Reste fraß der strahlende Sonnenschein in den vergangenen Tagen. So haben die Strandjogger und Nordic Walker wieder freie Bahn am Ostseeufer.

So richtig ist der Frühling in Warnemünde noch nicht erwacht. Das Meer hat immer noch eine Temperatur von einem Grad plus. Jetzt wirkt die Ostsee für die Umgebung wie ein großer Kühlschrank. Auf dem oberen Alten Strom ist das Eis immer noch nicht ganz verschwunden.


Fischkutter mit Feliks Büttner-Logo

Der NDR brachte kürzliche eine Sendung über den Warnemünder Fischer Eike Düwel, der seinen Kutter unmittelbar an der Bahnhofsbrücke zu liegen hat. Bekannt wurde der Fischer durch den Spruch an seinem Verkaufsstand „Hier verkauft der Düwel persönlich."

Nun hat ihn der Künstler Feliks Büttner, der auch den bekannten Kussmund an den AIDA Kreuzlinern geschaffen hat, ein Logo für Düwels kleinen Kutter verpasst. Büttner malte das Logo so, dass den Fischer fast unverwechselbar darstellt.


„Warnemünde soll schöner werden“. Klar Schiff am 21. April

Der Tag ist bereits vom Warnemünde Verein e.V. festgelegt, an dem der Winterschmutz beseitigt werden soll. Am 21. April soll auch die letzte Warnemünder Ecke glänzen. "Großreinemachen" ist angesetzt. Obwohl bereits die meisten Bereiche vom Schmutz der saisonlosen Jahreszeit beseitigt wurden, gibt es noch einige Ecken, die einen Putzgang verdient haben.

Zuvor startet die bekannte Aktion „Warnemünde soll schöner werden." Dabei ist geplant, in der Nähe des Leuchtturms eine Grünfläche neu zu gestalten. Auch der Eingang zur Richard-Wagner-Straße soll ein schöneres Gesicht erhalten. Noch nicht im Plan aufgenommen wurde die Kreuzungsfläche Fritz Reuter Straße – Rostockerstraße. Früher befand sich hier ein großes Rosenbeet. Ob es angebracht wäre es erneut anzulegen, ist zweifelhaft. Auf jeden Fall könnten aber hier Bäume und Hecken beschnitten und gepflegt werden. Für den Herbst hat das Rostocker Grünamt die Aufgabe übernommen, das Areal um die Grabstelle des Warnemünder Lotsenkommandeurs Stefan Jantzen neu zu gestalten. Sein 100. Todestag jährt sich 2013.


Bahnhof Werft braucht Sanitärzelle

Noch ist das Nordkreuz mit dem Bahnhof Warnemünde Werft gar nicht offiziell seiner Bestimmung übergeben, da häufen sich bereits Klagen, dass es hier keine Sanitärlage, sprich WC, geben soll.

Die Stadt oder die Bundesbahn haben angeblich kein Geld. Dieser Bahnhof wird eine große Bedeutung erhalten, sowie die Bade- und Feriensaison begonnen hat. Hier beginnt der kürzeste Weg zum Warnemünder Strand.


Bebauungsplan ehemaliger Güterbahnhof

Dem Bebauungsplan auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände stimmte kürzlich der Bauausschuss des Seebades zu. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Gründungsarbeiten beginnen.

Das Wohngebiet, zu dem auch ein Parkhaus gehören wird, ist das bisher größte zusammenhängende Gebiet, das in Warnemünde in den letzten Jahrzehnten entsteht.


Tourismuskonzept bis 2022 kompliziert

Warnemünde hat sehr großes Potential, um den Tourismus zu noch größerer Blüte zu bringen. Doch der Weg bis dahin ist lang und auch kompliziert. Ferien- und Wochenendgäste nach Warnemünde zu locken ist die eine Seite der Medaille, die andere Seite bedeutet aber auch entsprechende Voraussetzungen zu schaffen, den sehr vielen Besuchern den nötigen Raum zu geben.

Den alten Strom als touristische Meile zu verkaufen, ist im Hochsommer fast schon unmöglich. Wenn in den geplanten Festwochen oder Festtagen die Avenuen mit Verkaufsständen und Bratwurstbuden gesäumt werden, ist das ein Unding. Nur der Strand ist noch eine Oase, die aufnahmefähig ist. Bockwurstbuden und Verkaufsstände, wenn auch nur in Intervallen auf der Strandpromenade, ist bereits eine Schändung des wohl interessantesten Seebades an der deutschen Ostseeküste. Das Tourismuskonzept Rostock – Warnemünde muss sensibel und trotzdem kühn mit neuen Vorschlägen für die Zeit bis zum Jahr 2022 aufwarten. Komplett muss darin die internationale Kreuzfahrt sein. In diesem Jahr kommen allein 181 Schiffe.


Wohnraum soll geschützt werden

In Warnemünde versuchen Investoren immer noch, Wohnraum zu Ferienwohnungen umzubauen. Dem soll ein Riegel vorgeschoben werden. Bis Ende des Jahres könnte es eine Festlegung geben, in der geregelt wird, dass keine neuen Ferienwohnungen im Ortsbereich des Seebades entstehen dürfen.

Der Ortsbeirat ist der Meinung, dass Warnemünde nicht als Gesamthotel zu betrachten ist. Jüngstes Beispiel ist die Sanierung der Gaststätte „Warnemünder Deel" am Strom 75, in der in der oberen Etage aus einer Wohnung Gästezimmer entstehen. Der Antrag wurde vom Ortsbeirat rundweg abgelehnt.


Warnemünder Kirche wieder geöffnet

Wegen des starken Kälteeinbruchs Anfang des Monats schaffte es die in der Kirche installierte Heizungsanlage nicht, das Gebäude zu erwärmen. Aus diesem Grund musste die Kirche für einige Wochen geschlossen werden.

Jetzt haben sich die Außentemperaturen normalisiert, und die Kirche kann wieder, vorerst stundenweise, genutzt werden.


Sonnenspiele am Hotel NEPTUN

Das Hotel NEPTUN ist nach wie vor das Markenzeichen von Warnemünde. Ob aus der Ferne oder aus der Nähe, es ist immer das architektonische Meisterwerk an der Ostseeküste. Das Besondere am Hotel NEPTUN ist die Zimmer- und Balkonanordnung. Von jedem Zimmer oder Suite ist die Ostsee zu sehen. Alle Zimmer haben Meeresblick.

An manchen Tagen spielt die Sonne mit der Architektur. Auf unserem Foto unterstreicht der Sonneneinfall das Interessante an diesem Haus. Jahreszeitlich bedingt ist dieser Sonnenwinkel jedoch unterschiedlich.


Wellness Resort an der Strandpromenade

Kürzlich wurde an der Baustelle für das neue Wellness – Resort eine Anschauungstafel aufgestellt, auf der für jedermann klar zu erkennen ist, wie dieses - zeitweise umstrittene -Wellness Hotel einmal aussehen wird. Besonders für die Besucher ist das Anschauungsobjekt interessant, ist doch optisch klar erkennbar, wie es am ehemaligen Samoa Spaßbad einmal aussehen wird.

Aus dem Sprachgebrauch der Einheimischen verschwindet mittlerweile der Name „Samoa", der doch einmal so viel versprach.


Nordsturm trieb Sand auf die Promenade

Als kürzlich ein eisiger Nordsturm über die Küste fegte, befürchten die Anrainer an der Seestraße bereits eine Sandlawine auf sich zukommen. Es wäre auch so gekommen, wenn nicht der Strandsand noch eine Frostschicht trug.

Trotzdem wehte noch reichlich Oberflächensand zwischen Leuchtturm und Teepott auf die Promenade.


Seetang in den Netzen

Statt reichlicher Fischbeute hatten die Warnemünder Küstenfischer an einigen Tagen mehr Seetang und Seegras in ihren Netzen, als Fische. Der Sturm der letzten Wochen hatte das „Grünzeug", wie die Fischer es nennen, vom flachen Meeresgrund losgerissen.

Der treibende Seetang verfing sich in den Netzen. Mühselig mussten die Netze an Land wieder gereinigt werden.


Die Hafenrundfahrten finden wieder statt

Für die Hafenrundfahrtschiffe ist die zwangsweise Winterpause zu Ende gegangen. Das Treibeis ist verschwunden. Am letzten Wochenende weilten zahlreiche Tagesbesucher im Seebad, und viele nutzten die Möglichkeiten zu einer Sightseeing Seereise auf der Warnow.

Im alten Strom kam zeitweise richtiger Schiffsverkehr auf. Hier sind es die beiden Warnowkreuzliner „Mien Herzing" und „Käpt´n Brass", die sich im alten Strom begegneten.


Provisorische Rampe für Rollstuhlfahrer

Sie ist wirklich nur ein Provisorium, die Auffahrtrampe für Rollstuhlfahrer am WIRO Großparkplatz. Von den Stromfähren ist es ein relativ kleiner Umweg, um in die Stadt zu gelangen.

Dadurch kann auf den alten Bahnhofstunnel mit seinen steilen Treppen verzichtet werden. Der Weg zum Nordkreuz, wo es eine perfekte Untertunnelung gibt, ist mehr als dreimal so lang, und die Rollstuhlfahrer sind danach auch noch nicht in der Stadt. Für den Sommer soll noch ein kürzerer Weg gefunden werden.


Technische Flotte am Passagierhafen

Am Passagierkai herrscht auch in den winterlichen Tagen reger Schiffsbetrieb. Wenn draußen auf hoher See die Arbeitsbedingungen an den Windkraftanlagen zu schlecht werden, steuern die Arbeitsschiffe den Warnemünder Hafen an.

Dieses Schiff ist für schweren Seegang geeignet. Allein am Bug verfügt es über vier tief greifende Anker.


Kormorane haben neuen Ruheplatz

In der letzten Woche berichteten wir über die zahlreichen Kormorane, die im Warnemünder alten Strom nach Schutz und Futter suchten. Das Eis im unteren alten Strom ist verschwunden, es gibt keine Eisschollen mehr, auf denen sich die schwarzen Vögel ausruhen können.

Außerdem hat der Schiffsverkehr zugenommen. Die Seeraben fanden hier keine Ruhe mehr. Nun haben sie an den ehemaligen Fährschiff - Abweiserdalben an der Mittelmole ungestörte Ruhestellen gefunden.


Bücher über Warnemünde

Es ist schon erstaunlich, wie viel geschichtliche Literatur das Ostseebad Warnemünde aufzuweisen hat. Ein kleiner Bücherschrank könnte sich schon füllen. Begonnen hatte alles einmal mit dem Buch „Geschichte des Hafenortes Warnemünde" von Friedrich Barnewitz. Die erste Auflage entstand bereits 1919 und wurde von G.B. Leopolds Universitäts-Buchhandung herausgegeben. Danach wurde es 1925 mit weiteren Details zum zweiten Mal aufgelegt. Einen Nachdruck gab es vor etwa 10 Jahren. Dieses Buch ist auch heute noch das umfangreichste Werk über Warnemünde und seiner Umgebung.

Danach wurde es eine zeitlang literarisch relativ ruhig um Warnemünde. Die Seestadt Rostock förderte keine weiteren Warnemünde - Werke. Auch zu DDR Zeiten gab es nur kleinere Broschüren oder Prospekte über das Seebad. Nach der Wende setzte ein geschichtlicher Literaturboom über Warnemünde ein. Dazu trugen insbesondere Bildbände, u.a. von Wolfhard Eschenburg bei.

Gerhard Lau brachte mit dem Leuchtturmverein die Broschürenreihe „Tidingsbringer" heraus, in der kein Warnemünder Ereignis unerwähnt blieb. Mit den Informationen dieser Tidingsbringerreihe könnte bereits jetzt ein Gesamtwerk mit Lexikon-Charakter herausgebracht werden.


Unser kurioses Foto...

Während alle Besucher des Seebades noch etwas nach der großen Kälte bibbern, zeigt sich dieser junge, kernige Mann noch etwas früh den Kunden. Die Käufer schauen sich immer noch nach den wärmenden Sachen um.

Aber vielleicht ist er der frühe Vorbote des Sommers. Weiß man es?


Was ich noch sagen wollte...

... in der letzten Woche war mächtig viel los. Nicht nur lokal, sondern übergreifend im ganzen Land. Der herbe Frost verschwand so schnell wie er gekommen war. Auch unser Staatspräsident verschwand, aber nicht ganz so schnell. Inzwischen fand sich ein neuer, und der stammt aus Rostock. Das Eis auf der Warnow ist längst wieder gebrochen, und die Fischer können zu ihren Fischzügen in See stechen. Leider können sie nicht mehr viel fischen, die Schonzeit einiger Fischarten beginnt. Ich finde das Fernsehen übertrieb in diesen Tagen mit den Karnevalssendungen. Der sinnige Unsinn, den manche Büttenredner redeten, wiederholte sich fast täglich. Das Tatü – Tata nervte so sehr, dass ich beinahe gewillt war, mich in die Hände eines Psychiaters zu begeben. Die Krimis und Thriller kann man auch nicht mehr alle ansehen, die Kriminalisten und die Morde werden sich immer ähnlicher, außerdem irritierten die Wiederholungen. Ich fragte mich so manchen Abend, habe ich den Mord schon mal gesehen, oder nicht? Aber auch die Tierfilme aus aller Welt bringen kaum noch etwas Neues in die Bildschirmszene.

Nun könnte man ja einfach die Flimmerkiste abschalten, aber was soll man dann machen? Gut, ich kann mich an den PC setzen und Kolumnen oder vielleicht meine BIOgraphie schreiben. Aber mit BIO ist das so eine Sache. Ich lese in den Supermärkten nur noch BIO. Bald glaube ich, wir sind ein Land von BIOlogen geworden. Ist natürlich Nonsens. Aber den BIO-Streichkäse, den ich kürzlich kaufte, der lebte! Tatsächlich. Er kroch bei Zimmertemperatur langsam aus der Verpackung. Das kann wirklich nur BIO sein! Er schmeckte dabei vorzüglich! Was lebt kann nicht schlecht sein! Leider war der Geruch so infam, dass meine Frau sagte, „Schmeiß ihn in die schwarze Tonne! Da kann er keinen Schaden anrichten!" Denkste! Er konnte doch. Mit dem Tauwetter kroch er weiter und roch enorm. Erst als die schwarze Tonne geleert war, gelangte man ohne Geruchsbelästigung wieder ins Haus. Unsere Küche haben wir bei Winterwetter drei Tage auslüften lassen. Selbst im Backofen hatte sich der Käsegeruch noch versteckt. Ein Glück, dass Winter war, was wäre daraus im Sommer geworden?

Apropos Sommer, in zwei Monaten beginnt die Saison in Warnemünde. Die Touristiker und Händler wollen in die Offensive gehen und Touristen anlocken. Warnemünde soll von Themenwochen überschwemmt werden. Märkte im Sinne des deutschen Budenzaubers dürfen entstehen. Na ja, wenn mal richtig was „los" ist, ist das schon was Schönes. Doch nur Verkaufsstände und Bockwurstbuden entlang des schönen alten Stromes und auf der Promenade zu etablieren, finde ich kulturell nicht so sehr gut. Das nennt sich dann wahrscheinlich lukrative „Attraktivitätsoffensive". Die Kreuzfahrtpassagiere sollen etwas zu sehen bekommen und kaufen. Ich weiß ja nicht recht. Ich kenne viele Kreuzlinerhäfen, da gab es auch einige Souvenirstände. Im marokkanischen Tanger war die Souveniermeile mal gerade 250 m lang. Aber da gibt es auch keine zusätzlichen Bade- und Feriengäste.

Das meinte heute an einem verregneten kalten Tag mit Blick auf BIO allgemein, und den BIOsommer, Ihr Warnemünder Gerhard Martens

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