Kontakt | Archiv

„Waschzubern“ ist Kult zur Warnemünder Woche

Das 29. Waschzuberrennen startet am Sonnabendmittag auf dem südlichen Alten Strom und ist seit Jahren ein Publikumsmagnet.Das 29. Waschzuberrennen startet am Sonnabendmittag auf dem südlichen Alten Strom und ist seit Jahren ein Publikumsmagnet.29. Juni 2016

Das 29. Waschzuberrennen steht an! Wie gewohnt startet das verrückte Treiben, am Eröffnungstag der Warnemünder Woche, auf dem südlichen Alten Strom. Schon ab 12.00 Uhr beginnen hier Musik und Moderation. „Seine Wässrigkeit“ Neptun, der Schiedsrichter, wird mitsamt seinem Gefolge ab 13.00 Uhr erwartet. Nach einem kurzen Interview mit dem Schirmherrn der Veranstaltung, Oberbürgermeister Roland Methling, geht das feuchtfröhliche Spektakel auch schon los. Alle möglichen schwimmfähigen Gefährte geben sich etwa zweieinhalb Stunden lang voll die „Kante“. Die strengen Regeln besagen, dass die Schwimmkörper von ihrer ursprünglichen Nutzung her, nichts mit Wasserfahrzeugen gemein haben dürfen. Die Zuschauer dürfen sich also schon auf phantasievoll gestaltete, mehr oder weniger schwimmende, Objekte freuen.

Natürlich steht der Spaß an allererster Stelle bei diesem nassen Klamauk – Schwimmfähigkeit und Schnelligkeit entwickeln sich zur Nebensache. Gegenseitige Behinderungen werden ausdrücklich nicht geahndet, sodass die Rennen gern in einer Seeschlacht münden. Und dann gilt es auch noch möglichst viele Quietsche-Entchen einzusammeln – auch hier natürlich ein großes Hallo und Gebalge. Gewertet werden am Ende neben Schnelligkeit und Geschicklichkeit natürlich Design und Show. Auch die ergatterten Quietsche-Entchen fließen in die Benotung ein.

Das Waschzuberrennen entstand 1986. Der IHS-Fasching – das Kürzel steht für Ingenieurhochschule für Seefahrt Warnemünde – hatte in Rostock schon eine lange Tradition. Im Sommer waren die „Macher“, als Organisatoren dieses, weit über die Stadtgrenzen hinaus, berühmt-berüchtigten Faschings, gern gesehene Gäste beim Seifenkisten-Rennen an der Fachschule für angewandte Kunst Heiligendamm. Das Problem: Die Warnemünder gewannen jedes Mal. Die frustrierten Künstler waren des Verlierens irgendwann überdrüssig und fortan wurden die „Macher“ ausgeladen. Sie sannen bald auf einen adäquaten nach Ersatz im Sommer. Was fällt dem Seeoffizier in spe dabei ein? Richtig: ein echter Gaudi auf dem Wasser, natürlich vor den Toren der Seefahrtsschule, auf dem Alten Strom von Warnemünde.



« vorheriger Artikel zur Übersicht zum Archiv nächster Artikel »

Kommentieren Sie den Artikel

Name
E-Mail (wird nicht veröffentlicht)

Sicherheitscode