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Windhose tanzte auf der Strandpromenade

Ganz unbekannt sind Tornados in Warnemünde nicht. Über die Ostsee zogen in der Vergangenheit bei bestimmten Wetterlagen kleine sichtbare Wasserhosen, die in der Regel keinen Schaden anrichteten. In Warnemünde sind sie als Windhosen bekannt. Für die Badegäste waren sie stets ein interessantes Wetterphänomen.

 

Am letzten Sonnabend aber fegte um 19.30 Uhr ein kleiner Tornado über den Strand auf die Promenade und wirbelte hier für einige Sekunden alles durcheinander. Dabei wurden die, für das am Sonntag stattfindende Festival „BIO erleben“, aufgebauten leeren Zelte, durch die Luft geschleudert. Fünf Passanten wurden durch umherfliegende Zeltteile verletzt. Die meisten Warnemünder hatten den Tornado gar nicht bemerkt. Sie erfuhren erst am nächsten Tag von diesem Ereignis. Da waren aber die Schäden auf der Promenade schon längst beseitigt.


Festival „BIO erleben“ am Leuchtturm

Zwischen zwei Tiefdruckgebieten fand am letzten Sonntag das Festival „BIO erleben“ auf der Warnemünder Strandpromenade statt. Über 60 BIO-Aussteller aus ganz Mecklenburg-Vorpommern waren gekommen. MV-Landwirtschaftsminister Till Backhaus eröffnete die durchaus sehenswerte Präsentation der umfangreichen BIO-Produkte-Palette aus dem Land.

 

Das bemerkenswerte an Till Backhaus war, er kam mit dem Fahrrad zur Bühne unter dem Leuchtturm. Sachkundig wurde der Minister interviewt und er stellte an Hand von vielen Beweisen immer wieder fest, dass Mecklenburg-Vorpommern nicht nur BIO-Land Nr. 1 ist, sondern dass hier die Menschen besonders gesund und gut leben. „Eben, weil BIO!“


Auch Kinder kamen beim BIO-Festival zum Zuge

Welches Stadtkind kennt eigentlich die verschiedenen Getreidearten, weiß, wie Mehl zum Brotbacken entsteht, kann zimmern, nageln oder einen Pflock in den Sand schlagen? Die wenigsten Stadtkinder wissen, oder können es.

 

Am BIO-Strand unterhalb des Teepotts gab es einen „Festplatz“ wo das alles für sie vorgeführt wurde, und wo sich die Kinder selbst mit diesen ihnen „unbekannten“ Tätigkeiten beschäftigen konnten. Auch eine „Eselei“ mit echten Ponys und Eseln konnten Kinder bestaunen. Eine schöne Idee der Veranstalter des „BIO-erleben 2010“. Bereits in den Vorjahren war dieser Teil ein besonderer Anziehungspunkt und ein Erlebnis für Kinder.


BIO-Musik auf der Promenade

Livemusik muss nicht immer laut sein. Musiker können auch gegen den Wind musizieren, wie hier beim BIO-Festival auf der Strandpromenade. Allerdings sollte BIO-Musik auch schön klingen und eigentlich ohne Verstärker auskommen. Diese Streichmusiker, inklusive Sängerin, waren beim Publikum sehr umstritten.

 

Ein paar Strohballen vor der Bühne ergeben noch keine BIO-Musik. Wenn es sie überhaupt gibt, sollte sie zumindest erfreulich klingen. Das ging bei dieser Band etwas unter.


Ein Tag Dauerregen war genug

Es kann noch nicht der Herbst sein, der beginnt erst am 23. September um 05.09 Uhr MESZ. Aber herbstliche Züge hatte der August nach dem ungewöhnlich heißen Juli schon. Am letzten Freitag regnete es einen ganzen Tag lang fast ununterbrochen. Für Warnemünde sind solche Regentage eher ungewöhnlich.

 

In der Regel regnet es ein paar kurze Stunden, und dann zeigt sich „Klärchin“, die Sonne, schon wieder zwischen den Wolken. Auch am vorletzten Tag des Monats August zog wieder ein großes Regengebiet über die Küste. Doch bereits gegen Mittag sah es im Seebad schon wieder freundlicher aus. Zum Sonnenbaden in einem der gegenwärtig leer stehenden Strandkörbe langte es aber nicht. Dafür hatten die Hafenrundfahrtsschiffe etwas mehr Konjunktur.


AIDAblu verabschiedete sich von Warnemünde

Es ist schon wieder soweit, die ersten Dauerbesucher am Warnemünder Passagierhafen verabschiedeten sich in der letzten Woche. Am Freitag beendete AIDA Cruises mit ihrer AIDAblu die Ostsee-Saison 2010. Nochmals fand ein Passagierwechsel statt. Es war für den Kreuzliner eine überaus erfolgreiche Saison. Von der Jungfernfahrt im April bis zur Verabschiedung aus der Ostsee, war die AIDAblu komplett ausgebucht.

 

Eine wahre Erfolgsstory für AIDA Cruises Rostock. 13 Mal steuerte der Liner den Warnemünder Hafen an. Die jetzt letzte Reise führte über Kopenhagen und Oslo nach Hamburg. Von hier geht es dann um Westeuropa zu den Kanarischen Inseln. Im nächsten Jahr wird die AIDAsol, die Ostseetouren der Reederei übernehmen. Zurzeit befindet sich die AIDAsol noch in den Docks der Papenburger Meyerwerft.


Am 12. September den Kirchturm besteigen

Am internationalen Tag des Denkmals kann in Warnemünde natürlich auch die Kirche besichtigt werden. Es wird Führungen geben und auch der Kirchturm kann bestiegen werden.

 

Hier in luftiger Höhe zwischen den Glocken haben die Besucher durch Fensteröffnungen einen herrlichen Blick über das Seebad, und zwar in alle vier Himmelsrichtungen. Allerdings ist es ziemlich eng zwischen Glockenspiel und dem Gebälk des Kirchturmes.


Traumschiff erneut in Warnemünde

Das Traumschiff MS Deutschland der Reederei Deilmann steuerte in der letzten Woche zum zweiten Mal den Warnemünder Hafen an. Mit lautem Typhon-Gebrumm kündigte es sich in den frühen Nachmittagsstunden an.

Die Passagiere des Luxusliners nahmen den ungeplanten Stopp im Seebad zum Anlass, sich in Warnemünde und der Yachthafenresidenz Hohe Düne umzuschauen. In den späten Abendstunden stach die MS Deutschland wieder in See.


Stromfest mit langer Tradition

Vom 3. bis 5. September geht in Warnemünde die diesjährige Bade- und Feriensaison mit dem traditionellen Stromfest zu Ende. Einer der Veranstaltungshöhepunkte ist ein abendlicher Bootskorso auf dem Alten Strom, der vom Warnemünder Angler Verein angeführt wird. Schon am Freitag ist die Bummel- und Shoppingmeile auf der unteren Strompromenade geöffnet. Vor der Vogtei tritt um 16.30 Uhr der Shantychor Luv un Lee auf. Hier ist am nächsten Tag um 15 Uhr die Küstencountryband Spill zu hören. Am Sonnabend musiziert abends um 21 Uhr die Band Irish Coffee auf einem Schiff am Alten Strom. Für 22 Uhr wird ein imposantes Höhenfeuerwerk mit Händel’scher Feuerwerksmusik starten.

 

Am 4. und 5. September sind die Meeresangler mit 12 Kuttern auf der Ostsee unterwegs, um den größten Dorsch an die Angel zu bekommen. Wer ihn an Land zieht, wird zum Warnemünder Dorschkönig 2010 gekürt. Im GOSCH-Restaurant des Hauses Atlantic findet am Sonnabend ein großer Anglerball statt. Am Sonntag um 11 und 14.30 Uhr tritt unter dem Warnemünder Leuchtturm das ukrainische Kinder- und Jugendensemble Ross auf. Außerdem treten auf verschiedenen Bühnen u.a. De Klaashahns, Theo & Corinna und Charly Frommke mit seiner Drehorgel auf.


» Veranstaltungsprogramm zum Download


Es geht nach wie vor um die Linden in der Mühlenstraße

Viele Warnemünder können sie bald nicht mehr hören, die Differenzen um die Rekonstruktion der Mühlenstraße. Soll die Straße Boulevard werden, oder soll sie einfach Straße bleiben? Sollen die Kopflinden aus dem frühen vorigen Jahrhundert stehen bleiben oder soll ein neuer Boulevard für die Zukunft entstehen, dann auch mit neuen Bäumen?

 

Mittlerweile wird sogar schon von „Schicksalsbäumen“ gesprochen. Untersucht wurde inzwischen der Zustand des Wurzelwerks und der hier liegenden Versorgungsrohre und Kabel. Noch in dieser Woche wird das Untersuchungsergebnis vorliegen. Danach entscheidet die Stadt, wie es weiter gehen soll. Dabei gehen die Meinungen der hier ansässigen Geschäftsleute weit auseinander.


Fischer fischten nur Seetang

Das warme Ostseewasser hat den Seetang sprießen lassen. Unmengen von „Grünzeugs“ treiben in der westlichen Ostsee. Für die Warnemünder Fischer ist es gegenwärtig nicht möglich, ihre Stellnetze in der Mecklenburger Bucht auszusetzen.

 

Sie sind innerhalb kürzester Zeit verstopft. Danach sacken die Netze ab oder stehen wie eine Mauer im Wasser. Dorsche und Flundern umschwimmen die Netze. An Land müssen die Fischer in stundenlanger und komplizierter Arbeit ihre Netze reinigen, um sie später für den Fang nutzbar zu machen.


Ostseeheringe werden knapp

Im Institut für Ostseefischerei in Warnemünde fand kürzlich eine Tagung von Experten mit der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner statt. Dabei wurde festgestellt, dass der Heringsbestand in der westlichen Ostsee bedrohlich sinkt. Ursachen sind Überfischung, aber auch Umweltsünden der vergangenen Jahre. Außerdem produzieren die Heringe zu wenig Nachwuchs.

 

Darum stellt sich jetzt die Frage, wie diese Entwicklung zu stoppen ist. Eine der ersten Maßnahmen wird sein, den Heringsfang drastisch herunter zu fahren. Die Fangquoten werden gesenkt. Etwa für fünf Jahre muss der bisherige Heringsfang um etwa 35 % verringert werden. Für die Fischer bedeutet das schwere Verdienstausfälle. Es könnte sogar zur Aufgabe von Fischfangunternehmen kommen.


Es wird geheiratet, was das Zeug hält

Nicht nur das historische Standesamt in der alten Warnemünder Vogtei ist ein beliebter Trauungsort, auch die Kirche im Zentrum des Seebades erfreut sich bei jungen Ehepaaren großer Beliebtheit. Immer mehr Paare lassen sich hier den Ehesegen geben. Zu hören sind die Trauungen im ganzen Seebad, denn stets werden die Glocken der Kirche geläutet.


Zwei Warnemünder Straßen sollen 2011 saniert werden

Es ist nicht viel, was im nächsten Jahr an Straßen in Warnemünde saniert werden soll, aber es ist ein Anfang. Der nördliche Teil der Alexandrinenstraße sowie die Anastasiastraße sollen außerplanmäßig grundlegend überholt werden.

 

Die Schäden auf diesen Straßen sind gravierend. Besonders die Alexandrinenstraße weist Schäden auf, die durch unsachgemäße Reparaturen an den Kanalnetzen entstanden sind. Die Anastasiastraße wurde so oft repariert, dass vom ehemaligen Asphaltbelag kaum noch etwas vorhanden ist. Der letzte Winter brachte das Fass zum Überlaufen.


Rostocker Wohnungsunternehmen will Mittelmole kaufen

Noch sind keine Unterschriften geleistet, es gibt also noch keine gültigen Verträge, aber das Rostocker Wohnungsunternehmen WIRO will das Scandlines-Areal auf der Warnemünder Mittelmole kaufen. Scandlines zieht sich aus Warnemünde zurück, die Verwaltung arbeitet bereits zum größten Teil in Puttgarden auf der Insel Fehmarn. Die WIRO will nach eigenen Vorstellungen hier Wohnanlagen der gehobenen Klasse bauen lassen.

 

Ob das in Warnemünde gegenwärtig oder für die Zukunft notwenig ist, darüber wird gestritten. An einen Bebauungs- bzw. Nutzungsplan für dieses Areal wird gegenwärtig gearbeitet. Etwas in Sorge dürfte die Tourismusbranche im Seebad sein, denn ob der Scandlines-Großparkplatz Stadtmitte bestehen bleiben wird, ist fraglich. Ob allerdings ein neues Wohngebiet an dieser Stelle das Seebad aufwerten könnte, ist ebenso fraglich.


Garagenkomplex kann bleiben

Der Garagenkomplex am westlichen Ortsausgang in der Nähe der Sportplätze kann wahrscheinlich bestehen bleiben. Entsprechende Untersuchungen gab es von Seiten der Stadt. Ein Bleibekriterium für die Garagen war, dass rund 500 Pkws zusätzlich in den Warnemünder Straßen parken müssten. Nun wird nach einer neuen Konzeption gesucht, um einen geeigneten Platz für Caravans und Wohnmobile zu schaffen.


Unser kurioses Foto

Eigentlich ist es kein kurioses Foto, denn die Hansa Kogge war am letzten Wochenende wirklich auf dem richtigen Kurs, wenn auch in der 3. Liga. Sie gewann ihr Heimspiel gegen SpVgg Unterhaching mit sensationellen 7 : 2 Toren. Dass der FC Hansa seinen Fan-Shop-Truck allerdings beim BIO erleben mit auf die Warnemünder Strandpromenade stellte, fanden die meisten Besucher der BIO-Schau mehr als seltsam, denn hier gab es absolut keine BIO-Ware, weder zum Anschauen noch zum Kaufen.


Was ich noch sagen wollte...

…sicherlich werden Sie denken, DER WARNEMÜNDER ist eine maritime Onlinezeitung aus Warnemünde. In fast jeder Ausgabe sind ausführliche Berichte über die Kreuzliner, die Warnemünde im Sommer ansteuern, zu finden. Dem ist nicht ganz so. Tatsächlich nimmt aber mittlerweile die Kreuzfahrt in Warnemünde eine sehr bedeutende Position ein. Rein touristisch und damit wohl auch wirtschaftlich. Die Einheimischen selbst haben sich an das Spektakel der sommerlichen Kreuzlinerflotte gewöhnt. Für die unzähligen Landtouristen ist jedoch ein Passagierschiff immer eine Sensation! Egal ob groß oder klein. Wann kommt in Düsseldorf, München oder Leipzig schon mal so ein Kreuzliner vorbei? Niemals! Außerdem kann man in Warnemünde so nah an die schwimmenden Hotels herankommen, wie wohl nirgendwo.

 

Die Passagiere dieser Schiffe haben mittlerweile das Niveau der Restaurants und Geschäfte verändert. Schimpften wir Warnemünder noch vor wenigen Jahren, dass die Kellner und Verkäufer kein Wort englisch sprechen oder verstehen konnten, staunen wir heute, wie sich das geändert hat. Warnemünde ist international geworden. So gesehen, ist unsere Online-Zeitung, zumindest im Sommer, stark maritim angehaucht. Was gibt es auch schöneres, als das Meer und die Schiffe? Natürlich gehört der Badestrand auch zum maritimen Teil Warnemündes. Und was ist mit den Fischern und ihren Fischen? Ostseeheringe werden knapp, wieso weiß keiner genau. Dorsche gibt es auch nicht mehr viele, und von Flundern kann kein Fischer leben. Sie werden für sich einen neuen Berufszweig erfinden müssen. Vielleicht werden sie mit ihren kleinen Booten Fremdenführer auf der Warnow oder Schwimmlehrer.

 

Maritim wird es in Warnemünde bleiben. Dafür gibt es zu viel Wasser und letztlich dadurch auch viele Matrosen. Sind sie nicht schmuck, die Marineuniformen der Matrosen? Oder umgekehrt? Leider rennen die vielen Matrosen, Maate und Kapitäne in Zivil herum. Dabei hätten sie in ihren blauen Uniformen bei der Damenwelt viel mehr Chancen. Als Kind musste ich auch einmal eine Marineuniform mit einem Matrosenkragen tragen. Furchtbar, sage ich Ihnen! Die Bluse war total kratzig. Mein Vater sagte damals: „Hab dich nicht so!“ Ich hatte mich aber so, und am Nachmittag kleckerte ich mir im Kurhaus absichtlich etwas Schlagsahne und Eis über das Matrosenhemd. Nun sah ich erst aus! Meine Mutter schämte sich und mein Vater entfernte sich lautlos.

 

Heute laufen nur noch echte Königskinder mit Matrosenkragen über den Laufsteg. Meinen Kindern habe ich nie so etwas zugemutet. Glaube ich jedenfalls. Das meint heute zum maritimen Leben in Warnemünde, Ihr Warnemünder Gerhard Martens

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