Archiv Ausgabe 631:
Was ich noch sagen wollte...
… die Sonnenwende des Jahres 2012 ist schon wieder über den Horizont gezogen. Die Tage werden wieder kürzer und wir müssen uns beeilen, noch ein Stück Sommer zu erhaschen. Wenn uns das nicht gelingt, bleiben nur das Mittelmeer oder die Karibik übrig. Aber man sollte nicht gleich resignieren und soweit über den Tellerrand schauen. Es kann sich ja noch ein heißes Hochdruckgebiet über unserem Land festsetzen. Und ich glaube fest an dieses Gebiet! Aber dann wird es uns schon wieder zu warm. Es könnte selbst die Badehose zu viel sein. Aber die auch noch auszuziehen, schickt sich nicht.
Inzwischen befinden sich wieder Sonnenschirme in den Supermärkten. Man kann sie zur Not als Regenschirme verwenden. Auch Mievquirle sind längst im Angebot. Ich weiß noch, wie vor einigen Jahren bei glühender Hitze diese Luftkühler zur Mangelware avancierten. Ich erhaschte damals noch einen, aber seither fristet das Gerät ein Schattendasein. Er kam nie mehr richtig zum Einsatz. Der Propeller dreht sich kaum noch. Aber was nicht ist, kann ja noch werden! Ich denke aber, wir werden ausreichend transpirieren(müssen). Kann auch bei der Arbeit sein.
Nun beginnt erst mal die 75. Warnemünder Woche. Erster Start ist an Land und auf See der 7. Juli. Nun kann „de Ümgang, de niege“ wohl doch durch die ganze Alexandrinenstraße führen. Die Straßenbauer haben beim letzten Abschnitt so rein gehauen, dass sie tatsächlich ins Schwitzen kamen. Hut ab! Wer einen hat! Ein Glück, dass die Lufttemperaturen unter 20 Grad blieben. Bei Temperaturen darüber, wäre eine Siesta von 14 bis 17 Uhr fällig gewesen. Nun mussten die Männer jedoch durchschuften.
Zum Auftakt der Warnemünder Jubiläumswoche steigt am Vorabend des 7. Juli von der Ostmole ein Höhenfeuerwerk in den Warnemünder Woche Himmel. Ich weiß noch gar nicht, an welchen der vielen Veranstaltungen ich teilnehmen soll. Meine Frau ist schon besorgt, dass ich zu allen Highlights der Warnemünder Woche will. Während der Woche liegen zumindest immer zwei Kreuzliner im Hafen. Nur einen Cruiser-Ruhetag gibt es, nämlich zum Abschluss am 15. Juli. Zu den Regatten starten fast 2.000 Segler, unzählige Tagesbesucher sind avisiert und die Ferienzeit hat begonnen. Da vergisst man fast, dass es eine Fußball-EM gab. Was heißt Fußball? Kopfball EM wäre eine bessere Bezeichnung! Aber mal ganz ehrlich, bei so viel Action überall, bei ständig laufendem Computer und Fernseher, zwischen Seifenwerbung und Seifenoper, sowie laufend klingelnden Handys, wer kann da noch normal mithalten? Es ist kein Wunder, dass die Depressionen und Blackouts zunehmen. Ich kriege schon Komplexe, wenn ich meinen Digitalfotoapparat nicht richtig verstehe und am verkehrten Rad drehe. Aber ich gebe nicht auf! Ob das nun gesund ist, spätestens im späten Alter werde ich es merken. In den jüngeren Jahren bin ich ja noch gut davon gekommen.
Das meinte heute zum Start in die Warnemünder Hochsaison, Ihr Warnemünder Gerhard Martens.
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