Der Warnemünder
Der Warnemünder - 536. Ausgabe

Was ich noch sagen wollte...,

Der Warnemünder Redakteur Gerhard Martens.

... Januar weiß ... Sommer heiß! Ich weiß nicht, ob das eine Bauernregel ist, auf jeden Fall reimt sich der Snack. Ich kann jedoch nicht sagen, wie soll man heiß definieren? Wenn ich an meinen letzten Urlaub am Mittelmeer denke, da war er eher warm. Da hatten wir nur knappe 30 Grad. Die sind gerade mal so zu empfinden, wie manche Schwimmbäder im Lande. Ich würde sagen, es wird heiß, wenn die 40 Grad Marke überschritten ist. Dabei frage ich mich, mögen wir denn tatsächlich heiß? Im Grunde lieben wir eine moderate Temperatur um die 25 Grad. Plus versteht sich. Und ich wünsche mir eine Meerestemperatur am Strand von etwa 22 Grad. Da kommt man auch im Wasser nicht ins Schwitzen. Aber wie das so ist mit den Wünschen, alle Wünsche gehen nicht in Erfüllung.

 

In Erfüllung ging aber der Wunsch nach weiße Weihnachten. Aber was war denn anders, als die vielen grünen Weihnachten vorher? Nichts, außer dass viele Weihnachtsmänner im Schnee ausrutschten. Und nun haben wir Schnee in Massen! Ist es das, was wir wollten? Gut, mal kann es ja schneien, damit die Straßen wenigstens für einige Stunden sauber aussehen und die Schlaglöcher versteckt sind.

 

Unser Auto musste ich dafür freischaufeln. Anschließend ließ es sich nicht aufschließen. Das Schloss war eingefroren. Meine Frau wollte schon einen Bunsenbrenner holen, aber dann entsann ich mich, dass es ja so kleine Fläschchen mit Türschloss - Enteiser gibt. Siehe da, sie enteisten. Natürlich war auch die Scheibenwischanlage eingefroren. Bei 14 Grad Minus kein Wunder. Ich hatte Waschmittel bis 10 Grad Minus in der Anlage. Ich reagierte sofort! Nun habe ich Frostschutzmittel bis 60 Grad Minus im Tank. Nach zwei Stunden konnte ich endlich fahren.

 

Das sind so die kleinen Erlebnisse eines Winters, von dem man annahm, dass es ihn nicht mehr gibt. Da sind die Politiker, die uns regieren von ganz anderer Natur. Nun regte einer während des Frostes an, ich glaube, es war ein gewisser Rößler, dass wir auf unsere Krankenversicherung 800 Cent drauf zahlen sollen. Na ja, bei der Kälte ist so mancher krank geworden, auch wenn es nicht gleich die Schweinegrippe war. Aber in dieser frostigen Kälte geht leider niemand auf die Straße, um zu protestieren. Und so kalkulierte der Politiker auch. Mir war es bei dem scharfen Ostwind auch zu kalt. Nun müssen auch noch weitere 800 deutsche Soldaten nach Afghanistan.

Da ist es im Winter auch nicht wärmer!

 

So richtig freudig ist das nicht, was gegenwärtig in Berlin gebacken wird. Obwohl, die Mehrwertsteuer für Betten zu senken, das war schon eine bemerkenswerte Entscheidung, aber des Volkes Wille war es nicht.

 

Das meint heute zum Winter 2010 im Allgemeinen und im Besonderen Ihr Warnemünder Gerhard Martens


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