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Warnemünde startete mit dem 17. Turmleuchten ins neue Jahr

"Das Turmleuchten-Publikum ist das beste Publikum der Welt", weiß Macher Torsten Sitte.02. Januar 2016

So gestaltet sich alljährlich der Neujahrstag im Ostseebad: Zahllose Gäste aus der ganzen Republik pilgern schon am Nachmittag in Richtung Strand und Leuchtturm, um dort gemeinsam die Inszenierung Warnemünder Turmleuchten zu erleben und den Start ins neue Jahr zu zelebrieren. Trotz des zähen Nebels stellte sich bei den etwa 85.000 Besuchern der gestrigen Show schnell das erwartete Gänsehaut-Feeling ein. Schon wenige Minuten bevor Zoo-Marketingchef René Gottschalk den symbolischen Startknopf betätigte, zückten sie ihre Handys, um dem auf der zweiten Leuchtturm-Empore stehenden Fotografen, Holger Martens, zu signalisieren: „Wir alle sind dabei.“ Das so entstandene „Gruppenfoto“ liefert trotz oder gerade wegen des geradezu mystisch wirkenden Dunstes ein eindrucksvolles Bild des Geschehens unten.

Hoffnung war das ganz große Thema des Abends und wir alle verbinden ein neues Jahr mit großen Hoffnungen. Gleich nach dem Abba-Aufmacher „Happy New Year“ erinnert der in Blau-Weiß-Rot getauchte Leuchtturm an die Terroropfer von Paris. Über allem steht die Hoffnung, dass der Terror nicht überleben und letztlich die Liebe siegen wird. Höchst emotional gestaltete sich auch das folgende musikalische Programm mit Snow Patrol und „Chasing Cars“, Kelly Clarkson und „Because Of You“, dem Liveact „Am Abend mancher Tage“ von Werther Lohse und dem „Earth Song“ von Michael Jackson. Fulminant die Laser- und Lichtshow – beides geriet im undurchdringlichen Dunst besonders gut. Einziger Wermutstropfen, das Feuerwerk: Es wurde vom Nebel quasi „aufgefressen“. „Das war sehr, sehr schade, denn 45 Minuten nach der Show war der Nebel weg. Wir haben sozusagen das weltweit erste akustische Höhenfeuerwerk abgeliefert“, resümiert Regisseur Torsten Sitte. Aber so ist das eben bei live ausgetragenen Open Air-Veranstaltungen: Es gibt nur einen Versuch und am Wetter kann ohnehin keiner drehen.

Mit dem Verkehrs- und Sicherheitskonzept zeigten sich die Macher von der Hanseatischen Eventagentur mehr als zufrieden. Die eigentlich aus der Not geborene Lösung – die S-Bahnen konnten nur bis zum Bahnhof Warnemünde Werft fahren – hat sich bewährt und ist für die kommenden Jahre praktikabel. „Dadurch hat sich vieles entspannt und der Weg ist auch nur gefühlt etwas weiter, weil man eben nicht an die einladenden Buden am Alten Strom entlang läuft.“ Rundum war war easy und friedlich – das Turmleuchten-Publikum ist nun mal das beste Publikum auf der Welt!

Fotos: Holger Martens







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