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Unterrichtsmaterialien zum Thema "Plastik im Meer" liegen vor

Stellten in Schwerin die Plasticschool vor (v. l.): Dr. Harald Benke, Geschäftsführer des Ozeaneum Stralsund, MV-Bildungsministerin Birgit Hesse und Prof. Ulrich Bathmann, Direktor des IOWStellten in Schwerin die Plasticschool vor (v. l.): Dr. Harald Benke, Geschäftsführer des Ozeaneum Stralsund, MV-Bildungsministerin Birgit Hesse und Prof. Ulrich Bathmann, Direktor des IOW16. März 2017

Niemand kennt die genaue Menge, aber es gilt als sicher, dass sich schon heute viele Millionen Tonnen Kunststoff in den Weltmeeren befinden. Kleinste Plastikpartikel dringen sogar bis in die Tiefsee vor oder lagern in Eisbergen. Das hat Folgen für das Ökosystem.

Damit jüngste Erkenntnisse auch im Schulunterricht thematisiert werden können, haben Forscher des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde, IOW, und Pädagogen des Ozeaneums Stralsund im Rahmen des Projekts „Plasticschool“ Lehrmaterialien zum Thema „Plastik im Meer“ für vier Schulstufen in der Schule entwickelt. Unter www.plasticschool.de können die Unterlagen ab sofort heruntergeladen werden. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat das Projekt mit 82.500 Euro unterstützt.

„In der Ostsee treibt viel zu viel Kunststoffmüll. An den Stränden liegen viele alte Plastikflaschen, Tüten und Netze“, sagte Bildungs- und Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Mit den Unterrichtsmaterialien können Lehrer und Schüler altersgerecht und auf sehr anschauliche Weise auf die Gefahren von Plastikteilen im Meer aufmerksam machen. Deswegen haben wir dieses Projekt gerne unterstützt. Kleinste Plastikpartikel, die kleiner als fünf Millimeter sind, werden von Meerestieren gefressen, gelangen in die Nahrungskette und landen anschließend auf unserem Teller. Das können wir nur verhindern, wenn wir keine Gegenstände aus Plastik ins Meer werfen oder am Strand zurücklassen“, betonte Hesse.

Das Thema sei zwar schon recht gut im Bewusstsein der Öffentlichkeit angekommen, gleichzeitig stehe die Forschung speziell beim Mikroplastik und seiner Rolle als umweltbelastender Faktor in vieler Hinsicht aber noch am Anfang, so Prof. Ulrich Bathmann, Direktor des IOW: „Die Plasticschool bietet die einmalige Chance der Wissenschaft bei der Arbeit an einem so wichtigen Thema über die Schulter schauen, zu lernen wie Wissenschaft funktioniert und so am aktuellsten Erkenntnisgewinn teilhaben zu können. In unserem Schülerlabor haben wir parallel zur Zusammenstellung der Lehrmaterialien Experimente ausprobiert, mit denen im Unterricht das Verhalten von Plastik in der Umwelt erkundet werden kann.“

Foto: IOW/ K. Beck



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