Es muss nicht unbedingt Sturm und Kälte sein, um Herbststimmung zu erzeugen. Auch herbstliche Sonnenuntergänge können romantisch und schön sein. Die Sonne geht in diesen Tagen zwar nicht mehr im Meer unter, aber vor dem Hintergrund des Kap Stoltera und ungewöhnlicher Wolkenbildung ziehen diese Sonnenuntergänge die Blicke der Feriengäste magisch auf sich.
Auch der Kurpark hat immer noch seinen Reiz mit dem gelbroten Laub seiner Bäume. Auch der Alte Strom hat sich seinen Reiz erhalten, nur die vielen bunten Segel fehlen. Dafür sorgen nach wie vor die Hafenrundfahrtsschiffe für Seefahrtsromantik, wenn sie ihre Fahrten auf der Warnow unternehmen.
Auch der 9. Jazzband – Ball im Hotel Neptun erwies sich als voller Erfolg. Die alljährliche Veranstaltung war restlos ausverkauft! Die Pasternack Big Band und die schwedische Jazzsängerin Victoria Tolstoi waren die Zugpferde dieses Balls. Für echte Jazzfreunde ist der Jazz - Band Ball mittlerweile unverzichtbar geworden.
Die rund 350 Zuhörer und Zuschauer, die gleichzeitig auch Tanzpaare waren, zeigten sich am Ende glücklich, für diese Veranstaltung im Neptun - Bernsteinsaal Karten erhalten zu haben. Für den großen Erfolg sorgte auch das köstliche Büfett sowie eine Tombola. Der 10. Jazzband-Ball findet am 9. Oktober 2010 statt. Hier wird die schwedische Jazz - Nachtigal Rigmor Gustafson als Stargast auftreten.
Die Warnemünder Mühlenstraße im Zentrum des Seebades war am letzten Sonnabend zu einer Parkstraße mit Autoschau umfunktioniert worden. Grund: Es sollte mehr Attraktivität in die Straße gebracht werden, die in der nahen Zukunft zu einem Boulevard umgestaltet wird. Das angepeilte Ziel wurde leider etwas ausgebremst, da das Wetter nicht mitspielte. Regenschauer gingen über Warnemünde nieder.
Dennoch kamen viele Besucher und schauten sich die neuesten Automodelle und eine Reihe von Oldtimern an. Von einem „Autosalon Mühlenstraße“ konnte jedoch nicht die Rede sein. Das war auch gar nicht geplant. Diese Autoschau diente einfach dazu, mehr Aufmerksamkeit für die Mühlenstraße zu erreichen. Veranstalter war der Handels- und Gewerbeverein Warnemünde.
Warnemünde in der Dunkelheit von oben zu betrachten, ermöglicht der Leuchtturm Förderverein an diesem Sonnabend. Es ist eine der seltenen Gelegenheiten, das Seebad aus luftiger Höhe zu betrachten und hautnah den Lichtstrahl des Leuchtfeuers zu verfolgen. Warnemünde ist auch von oben betrachtet eine helle Stadt.
Bei klarer Sicht sind von hier die Lichter des Überseehafens, und in der Ferne auch die der Hansestadt Rostock zu erkennen. Die Abendbesteigung des Leuchtturmes erfolgt im Rahmen der jährlichen Nacht der Museen. Diese Nacht beginnt am Leuchtturm um 18 Uhr und endet um 22 Uhr.
Sie sollte eigentlich die Shows des „Warnemünder Sommers“ ins Trockene bringen: Die überdachte Zuschauertribüne vor der Konzertkuppel des Kurhausgartens. Die Veranstalter mussten aber die Notleine reißen, um nicht in ein finanzielles Loch zu stürzen. Es gab zu wenig Zuschauer! So gingen nur einige Shows über die Bühne. Vorzeitig war Schluss!
Nur die Zuschauertribüne blieb über die ganze Saison stehen. In diesen Tagen wurde aber damit begonnen, sie wieder abzubauen. Ob sie in den nächsten Jahren nochmals aufgebaut wird, ist fraglich. Der Warnemünder Sommer wird wiederkommen, ob jedoch als Show, ist zur Zeit mehr als fraglich. Für einige Kurkonzerte hatte sich die überdachte Tribüne zusätzlich bewährt.
Bekanntlich sind die Kosten für die große Warnemünder Neujahrshow sehr hoch, und daher war die Show für die Warnemünder Organisatoren bis vor kurzem noch eine Zitterpartie, ob die Mittel für den „Leuchtturm in Flammen“ überhaupt aufgebracht werden können. Erst als Scandlines als einer der Hauptsponsoren seine Zusage gab, war die Veranstaltung 2010 gesichert. Die Show wird insgesamt etwa 65 000 Euro kosten.
Nun kann endlich damit begonnen werden, aus verschiedenen Vorschlägen die Show 2010 auszuwählen. Anfang November soll bereits die Öffentlichkeit darüber unterrichtet werden. In diesem Jahr kamen fast 70 000 Zuschauer aus allen Teilen Deutschlands nach Warnemünde, um den ersten Tag des Jahres mit dem „Leuchtturm in Flammen“ zu erleben.
Es ist schade, eine offizielle Warnemünder Meckerrunde hört auf zu meckern! Dabei gibt es so viele Missstände, über die es sich auch in Zukunft lohnt zu diskutieren. Die Knurrhahnrunde hatte in den letzten Jahren viel dazu beigetragen, dass in Warnemünde Missstände öffentlich genannt wurden. Rostocks Bürgerschaft, einschließlich ihrer Oberbürgermeister, konnten nicht sprachlos an den bekannt gewordenen Warnemünder Details vorübergehen.
Nur eines konnte die Knurrhahnrunde nicht verändern: Die desolaten Gehwege im Ostseebad. Sie lagen bei jeder Runde auf dem Tisch. Die Themen der Knurrhahnrunde sind längst noch nicht ausgegangen, aber die Diskussionen haben sich verflacht. Der Chef der Knurrhahnrunde, Gerhard Lau, gab bekannt, dass der Knurrhahnpreis 2009, am 25. November, von der letzten Knurrhahnrunde vergeben wird. Danach will der Warnemünde Verein diesen Knurrhahnpreis weiter vergeben.
Überraschend schnell wurde damit begonnen, die alten Bootsstege des Warnemünder Segel Clubs am Ostufer des nördlichen alten Stromes abzureißen. Mit schwerem Gerät begann eine Wasserbaufirma mit dem Abriss. Einige Festmacherpfähle erwiesen sich aber noch als sehr standhaft. Obwohl sie über Wasser total verrottet waren, ließen sie sich nicht ohne Spezialgerät aus dem Untergrund reißen.
Die Sportanlage des WSC soll über die Wintermonate vollkommen erneuert werden und zum Saisonstart den Seglern übergeben werden.
Bei der Rekonstruktion des Bollwerkes des Segelclubs auf der Mittelmole mussten auch die alten Granit - Festmacherpoller aus der Zeit vor 1900 aus den Verankerungen gelöst werden. Sie waren einst ein Teil der Mittelmole, die hier ihren Anfang nahm. Also, bevor der „Neue Strom“ mit dem Fährschiffsbecken gebaut wurde.
An diesen Pollern konnten sich früher die Großsegler entlang treideln oder bei Sturm auch anlegen. Daher hatten diese Poller eine große Bedeutung für den Hafen. Die abgebauten Poller waren das wohl letzte Relikt aus Zeiten, als der alte Strom die Hauptverkehrsader der Schifffahrt nach Rostock war.
Zwar stehen immer noch einige Strandkörbe am Warnemünder Strand, aber die Badesaison ist nicht nur kalendarisch zu Ende, sondern auch optisch. Die Tourismuszentrale hat längst damit begonnen, ihre Einrichtungen am Strand ins Winterquartier zu bringen. Strandschilder wurden bereits abgebaut, man kann wieder an der gefährlichen Westmole baden, die Laufplanken werden in den nächsten Tagen aufgenommen. Ruhebänke sind ins Winterquartier gezogen.
Die Sandfangzäune wurden noch effektiver aufgestellt, und die ersten Herbststürme bissen sich an ihnen bereits die Zähne aus. Der Strandsand wurde auf seiner Drift erheblich gebremst. Auch die „Blauen Flaggen“ wurden eingeholt. Noch aber befindet sich die private „Strandoase“ mit etlichen Strandkörben am Strand. Bis zum 31. Oktober müssen sie aber verschwunden sein. Alle anderen Strandkorbvermieter haben ihre Körbe längst ins Winterquartier gebracht.
Der Sportverein Warnemünde beging dieser Tage seinen 60. Geburtstag. 1949 wurde dieser Verein als Betriebssportgemeinschaft „Anker“ gegründet. In jenen Jahren nach dem Krieg war es üblich Betriebssportgemeinschaften ins Leben zu rufen, in denen die verschiedensten Sportarten zusammen gefasst waren. Die gerade erst gegründete Warnowwerft übernahm die Patenschaft, heute würde man sagen das Sponsoring. Infolgedessen bekam der Sportverein den Namen „Betriebssportgemeinschaft Motor Warnowwerft“. Für Furore sorgten seinerzeit die Boxer, Ringer, Hand- und Fußballer, sowie die Segler.
Als Domizil diente ein altes Hotel mit Tanzsaal am Alten Strom. Es ist das „Haus des Sportes“. Aus dem Tanzsaal wurde eine Sporthalle. Bereits vor der politischen Wende 1990 gab es Bestrebungen, ein neues Sportlerhaus mit Turnhalle zu bauen. Damals scheiterten diese Versuche an Material und Bauleuten, heute scheitert das gleiche Vorhaben an Geld. Gegenwärtig sind in der Sportvereinigung Warnemünde rund 1200 Sportler in den verschiedensten Abteilungen organisiert.
Eigentlich war in Warnemünde längst Absegeln, also Saisonschluss für die Segler, doch noch immer wird in der Warnemünder Bucht gesegelt. Teilweise sind es Seesegler, die Törns auf der Ostsee unternehmen, vielmehr ist es aber die Jugend, die mit ihren Jollen auf der 12 Grad warmen Ostsee noch trainiert.
Auch in der letzten Woche trainierten junge Optimistjollen - Segler vor Warnemünde. Eine Armada von 20 bis 30 Optimisten aus Berlin und anderen Teilen Deutschlands stachen vom Yachthafen Mittelmole in See. Das selbst bei Windstärken um 7 Bf. aus Nordost und starkem Wellengang auf dem Meer. Die 8 bis 12 jährigen Jungen und Mädchen wurden natürlich von Sicherungsbooten begleitet.
Auch einige andere Jugendbootsklassen absolvierten noch Trainingsregatten vor Warnemünde, ehe es in die Winterpause geht. Aber auch dann gibt es für den segelnden Nachwuchs keine Ruhe. Es wird intensiv Segeltheorie „gepaukt“ oder es geht zu erneuten Trainingslagern in wärmere Regionen, zumeist nach Spanien oder Südfrankreich.
Die Ära der ehemaligen Reichsbahn – Gartenanlage mit ihrem Gartenverein ist zu Ende gegangen. Ab Frühjahr des Jahres 2010 hat die Gartenanlage ihr Leben ausgehaucht. Mit entsprechenden Abfindungen verlassen die Kleingärtner das Territorium vor dem ehemaligen Güterbahnhof Warnemünde.
Die Kleingartenanlage entstand in den 30er Jahren, als die Reichsbahn hier Grabeland vergab. An gleicher Stelle soll mit dem Bau einer Wohnsiedlung noch im Jahr 2010 begonnen werden.
Weihnachten rückt in fassbare Nähe. Damit auch die Adventstage. Am 1. Adventssonntag, am 29.11., findet wieder das traditionelle Adventssingen unter dem Warnemünder Leuchtturm statt. Geladen sind Kinder wie Erwachsene.
Unterstützt wird dieses Adventssingen von den „Klaashahns“, Heide Mundo moderiert, Anne Möller singt und Kinder der Warnemünder Schulchöre begleiten das Programm. Natürlich lässt der Weihnachtsmann auch wieder Säcke mit kleinen Geschenken vom Leuchtturm herab.
Es sind erst wenige Jahre vergangen, als am südlichen Alten Strom die Straße komplett saniert und neu gestaltet wurde. In diesen Tagen musste die Straße erneut gesperrt werden, da neue Rohre für Abwasser verlegt werden. Die zuständige Abwasserfirma „Eurawasser“ hatte es damals versäumt, mit ins Boot der Sanierung zu steigen.
Jetzt muss die Straße erneut aufgerissen werden, um neue Rohre zu verlegen. Die Arbeiten erfolgen in mehreren Abschnitten und begannen am Zollamt. Die Straße ist gesperrt. Bis Anfang Dezember sollen die Arbeiten beendet werden. Die Kosten belaufen sich um die 85 000 Euro.
Um die späte Herbstzeit endet in der westlichen Ostsee auch die „Quallenzeit“. Hauptsächlich Ohrenquallen haben hier einen Lebensraum gefunden. Zeitweise driften sie bis an die Strände der Mecklenburger Bucht. In der vergangenen Woche wurden bei einem Sturmhochwasser Tausende Ohrenquallen in die Warnowmündung getrieben.
Sie landeten am Ende auf überfluteten Flächen, und blieben nach Rücklauf des Wassers auf dem Land liegen. Unser Foto zeigt die verendeten Ohrenquallen am Anglerufer des Alten Stromes. Hier vertrockneten sie in der Sonne und hinterließen nur den Schatten ihres Gefüges. Quallen bestehen zu 98 % aus Wasser.
In der westlichen Ostsee bestand in der vergangenen Woche erneut die Gefahr eines starken Hochwassers. Dafür sorgte ein Tief, auf dessen Rückseite sich ein Nordoststurm entwickelte. Dieser trieb das Wasser der östlichen Ostsee in die Mecklenburger Bucht. In Warnemünde stieg die Hochwasserwelle auf knapp ein Meter über Normal Null.
Es bestand bei dieser Höhe absolut keine Gefahr für das Seebad. An einigen Stellen wurde der Strand überflutet, doch die wenigen Strandkörbe, die sich noch am Strand befanden, waren bereits an höheren Stellen abgestellt. An der Steilküste Stoltera gab es nur geringe Ausspülungen.
Pferde in der Mühlenstraße, das gab es eigentlich nur noch bis 1950. Dann verschwanden Pferdewagen oder Reiter aus dem Stadtbild. Während der Automeile in dieser Straße am letzten Sonnabend durften sich hier wieder Ross und Reiter ungestört bewegen.
Zwar waren es nur zwei, aber immerhin konnte mancher Besucher der Automeile sein Fahrzeug mit dem Gesäß eines Pferdes vergleichen. Und der Vergleich zwischen dem Heck eines Autos und eines Pferdes fiel sehr unterschiedlich aus.
...eigentlich glaubte ich bisher, dass es ihn nicht gibt. Den Männerklatsch! Meine Friseurin belehrte mich kürzlich eines anderen. Männerklatsch beginnt bereits beim Friseur, es versteht sich, beim Herrenfriseur. Es gibt Männer, die freuen sich, wenn vor ihnen noch mehrere Leute auf die Schur warten. In der Regel sind das Männer, die bereits die 40 angegangen sind. Sie erzählen, was das Zeug hält. Vom Wetter, ihren Frauen und der Klatsch endet schließlich bei der Politik. Aber auch ganz alte Männer sind nicht viel anders. Was die alles in ihrem Leben erlebt haben, ist kolossal. Sie berichten über ihre Schulzeit, die Lehre und wie gut früher alles war. Natürlich waren sie steinreich, zumeist noch mit einem Haus begütert, wenn nicht gar mit einer Villa.
Ähnlich ertönt es aber auch im Wartezimmer eines Arztes. Ich habe derartigen Männerstorys oft zugehört. Alles in dieser Welt ist Mist! Ob nun BIO Kartoffeln oder BIO Milch oder die teure Kreuzfahrt. Auch die Fische sind nicht mehr das, was sie früher waren. Ganz ehrlich, es klingt fürchterlich. Ähnlich ist es mit den Frauen. Die eigenen sind eigensinnig geworden und die fremden sind zu teuer. Männer klatschen nicht nur beim Friseur. Am Stammtisch geht es ähnlich zu, wenn sie ein paar Gläser Branntwein in sich hinein geschüttet haben. Redseligkeit und Lautstärke nehmen von Minute zu Minute zu. Wenn es nicht die Frauen sind, über die Männer am Stammtisch herziehen, dann ist es die Politik. Politik lässt sich wundervoll auswalzen. Die Politik ist natürlich auch daran schuld, dass die Männer nicht so alt werden, wie die Frauen. War es kürzlich die Bundestagswahl, ist es heute das Ergebnis der Wahlen. Man bezeichnet in Warnemünde diese Männer als „Klaukschieters“ (Klugscheißer). Bei den Frauen spricht man nicht vom Klatschen, sondern vom Schlattern. Manche sagen auch unterhalten. Jedenfalls hier in Mecklenburg.
Frauen können untereinander telefonieren, bis der Hörer glüht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie das ihre Ohren vertragen. Woher haben sie nur das Wissen, ein bis zwei Stunden ununterbrochen zu telefonieren? Ich habe festgestellt, Frauen wissen daher einfach alles über alles. Beim Damenfriseur erfahren sie dann noch den Rest, den sie noch nicht wissen. Das ist nicht dramatisch. Die Telekom freut sich jedenfalls über lange und viele Telefonate. Und, um wieder auf den Friseur zurückzukommen, leider ist es heutzutage so, dass es keine speziellen Herrenfriseursalons mehr gibt. Die Damen haben sich auch bei den Herrenfriseuren etabliert. Nun klatschen und schlattern beide Geschlechter in einem Friseurladen. Eigentlich fehlt nur noch eine Cocktailbar und eine Minipartnervermittlung. Dann wäre ein richtiges Erlebnis für Männlein und Weiblein perfekt.
Das meint heute zu Erzählungen und Kommunikation,
Ihr Warnemünder Gerhard Martens