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Gutes Wetter beim Stromfest

Die Warnemünder und ihre Gäste waren am letzten Wochenende hochzufrieden. Das Wetter spielte sowohl beim Stromfest, als auch beim Dorschwettangeln sehr gut mit. Zwar schien nicht ständig die Sonne, aber es herrschte bei angenehmen Temperaturen ein vorzügliches Festtagswetter. Zum Saisonausklang genau richtig. Mittelpunkt des 17. Stromfestes waren die Vogtei und der Alte Strom. Tausende Besucher kamen aus nah und fern, um am festlichen Warnemünder Saisonabschluss teilzunehmen. Der Warnemünde Verein e.V. hatte ein sehr attraktives Festprogramm aufgelegt. Hervorzuheben ist dabei die Kleinkunstbühne vor der alten Vogtei, auf der zahlreiche heimische Künstler auftraten und die Besucher erfreuten.

 

Am Strand fand ein großes Drachenfest statt, welches nicht nur die Zuschauer begeisterte, sondern auch die Drachenakteure selbst. Die in früheren Jahren beliebte Lampionfahrt der Warnemünder Yachten und Jollen fiel in diesem Jahr etwas schwach aus. Nur sieben geschmückte Boote gondelten auf dem Alten Strom. Dagegen beeindruckte das traditionelle Höhenfeuerwerk auch bei diesem Stromfest sehr stark. Man kann sagen, ein gelungener Saisonabschluss, bei dem die Feriengäste und Einheimischen voll auf ihre Kosten kamen.


Meeresangeln um den Dorschkönig

Einer der Veranstaltungshöhepunkte rund um das 17. Stromfest war der Meeresangelwettbewerb um den Warnemünder Dorschkönig. Die gefangenen Dorschexemplare waren etwas kleiner, als in den Vorjahren. Experten gaben der noch zu warmen Ostsee die Schuld für diese schlechteren Ergebnisse.

 

Der Siegerdorsch, ihn fing ein Meeresangler aus Berlin-Neuköln, war nur 77 cm lang. Vor zwei Jahren kam der Sieger mit einem 98 cm langen Dorsch daher. Das Meeresangeln erfreut sich von Jahr zu Jahr immer größerer Beliebtheit. Eine tolle Stimmung herrschte beim Anglerball im Haus Atlantic, der in der oberen Etage von Gosch/Sylt stattfand.


Wehmut kommt auf: Sommer geht zu Ende

Noch ist vom Saisonschluss am Warnemünder Strand nichts zu merken. Alle Strandkörbe warten auch im September noch auf die Sonnenbader. Doch mittlerweile werden die Tage kürzer, und nachts ist es bereits empfindlich kühl. Dennoch hatte die Ostsee am Wochenende vor Warnemünde noch gute 18 Grad. Die Luft war dagegen schon um rund zwei Grad kühler.

 

In Warnemünde befinden sich gegenwärtig nicht mehr so viele Feriengäste, wie noch vor einer Woche. Mit dem Schulbeginn sank die Anzahl der Besucher. Jetzt kommen die Romantiker auf ihre Kosten. Sonnenuntergänge, wie sie im Mittelmeer kaum zu beobachten sind, können verfolgt werden. Die Textilshops bieten inzwischen die letzten Sommersachen an und ein Geschäft am Alten Strom hat bereits die winterlichen Pelzmäntel in die Auslage gestellt. In einigen Supermärkten sind auch bereits erste Weihnachtsleckereien zu sehen.


Ab dem 16. September nur noch Hafenkreuzliner

Die Kreuzfahrtsaison 2010 neigt sich endgültig ihrem Ende entgegen. In dieser Woche am 11. September findet die letzte Port Party am Passagierhafen statt. Mittelpunkt sind die Kreuzliner „Norwegian Sun“ von NCL und die „Balmoral“ von der Fred Ohlsen Reederei.

 

Sie bringen insgesamt noch einmal 3.400 Passagiere nach Warnemünde. Einen Tag später steuert der Cruiser „Regatta“ noch die Warnowmündung an. Letztes Schiff der Saison ist dann am 16. September die „Boudicca“, die das Seebad mit über 800 Passagieren anläuft.


Es tut sich etwas in Warnemünde

Gebaut wird gegenwärtig an zahlreichen Stellen des Seebades. In der Friedrich-Franz-Straße entstehen zwei neue Wohnhäuser, in der Bahnhofstraße erhält ein Haus ein neues Dach und in der Rostocker Straße wird die Kanalisation umfangreich saniert. Hier kam es vor einigen Wochen zu erheblichen Staus, da die Rostocker Verkehrsstraße aufgerissen werden musste.

Inzwischen läuft der Verkehr an der Tiefbaustelle wieder normal.

 

Geplant ist mittlerweile auch ein neues Wohngebiet auf der Hohen Düne am ehemaligen Tonnenhof. Hier gibt es bereits die ersten Straßennamen. Die Bebauung des Scandlines-Geländes auf der Mittelmole steht ebenfalls in der Diskussion. Ein völlig neues Wohngebiet entsteht auch auf dem Gelände der ehemaligen Reichsbahngärten am früheren Güterbahnhof.


Busspur bereits geschlossen

Das vorgesehene Nordkreuz zur Verkehrsberuhigung Richtung Passagierhafen, zur Fährverbindung über die Warnow nach Hohe Düne, zur Werft und nach Groß Klein kommt in Sichtweite. Das 23 Millionen Euro teure Projekt beginnt jetzt anzulaufen. Die ersten Baumaßnahmen sind bereits erfolgt. So wurde die Busspur für den Haltepunkt Bahnhof Werft bereits geschlossen. Die Straße ist aufgerissen.

 

Für das Nordkreuz Warnemünde wird die Hauptbauzeit im Jahre 2011 erfolgen. Es entstehen eine Autobrücke über die S-Bahnstrecke Warnemünde-Rostock und ein Fußgängertunnel darunter. Der beschrankte S-Bahn Übergang an der Alten Bahnhof Straße wird Ende 2011 endgültig geschlossen. Bis dahin müssen sich alle Reisebusse zu und von den Kreuzlinern mit den zeitraubenden und nervigen Staus an der S-Bahnschranke abfinden. Im Frühjahr 2012 erfolgt dann der hoffentlich staufreie Verkehr über das neue Nordkreuz.


Hochseeschlepper „Baltic“ im Basishafen Warnemünde

Ein neuer Hochseeschlepper ist seit wenigen Tagen in Warnemünde stationiert. Der neue Notschlepper wurde auf der spanischen Werft Astilleros Armon in Navia gebaut und löst in Kürze die „Fairplay 26“ ab. Der Schlepper ist zurzeit der stärkste seiner Art im Ostseeraum, und verfügt über eine Pfahlzugkraft von mehr als 100 t.

 

Bereedert wird das Schiff von der Fairplay Reederei. Auftraggeber und Eigner ist das Bundesverkehrsministerium, das den Notfallschlepper für 10 Jahre an Fairplay verchartert hat. Der Schlepper kann von Warnemünde aus die größte Schifffahrts-Gefahrenquelle in der Ostsee, die Kadetrinne, besonders schnell erreichen.


MS Deutschland steht zum Verkauf

Die erst kürzlich in Warnemünde weilende MS Deutschland, soll, oder muss verkauft werden. Die Reederei Deilmann steht vor einem finanziellen Desaster. Der Brand auf der „Deutschland“ in einem norwegischen Fjord hat die Reederei weiter in Bedrängnis gebracht. Im Gespräch ist nun die Mehrheitsbeteiligung durch die Münchner Familienholding Aurelius. Ob bereits neue Pläne für die „Deutschland“ vorliegen, ist derzeit nicht bekannt. Zurzeit wird der Kreuzliner nach dem bekannten Traumschiffmuster weiter in Fahrt gehalten.


Auch die Alexandrinenstraße soll erneuert werden

Zwei Straßen in Warnemünde weisen so gravierende Schäden auf, dass sie im nächsten Jahr saniert werden sollen. Es sind zwar keine Hauptstraßen, aber auch die Nebenstraßen haben es in sich. Darunter befindet sich die älteste Straße im Seebad, die Alexandrinenstraße.

 

Sie wurde im letzten halben Jahrhundert etliche Male aufgerissen, um die Kanalisation und das Telefon- und Wasserrohrnetz zu erneuern. Noch vor knapp 70 Jahren waren einige Häuser am nördlichen Ende nicht an das Abwassernetz angeschlossen. Derartige Zustände gibt es heute zwar nicht mehr, aber die kopfsteingepflasterte Straße litt sehr stark unter den zahlreichen und unterschiedlichen Arbeiten.


Die Sonnenbank am Teepott

Einen Monat lang, nämlich im Juli, blieb die beliebte Sonnenbank an der „Stadtbäckerei Junge“ am Teepott relativ leer. Kein Urlauber wollte sich hier in praller Sonne einen Sonnenstich holen. Die Monate haben sich geändert, und damit auch die Sonnenstrahlung.

 

Jetzt wird die wärmende Sonne bereits wieder gesucht. Zwar ist es nicht gestattet, sich auf dieser Bank niederzulassen, aber die entsprechenden Schilder hat wohl ein Till Eulenspiegel angebracht. Es hält sich niemand daran. So ruhen sich hier die Urlauber und Erholungssuchenden nach einem anstrengenden Promenadenbummel oder Strandbesuch erst einmal aus.


Noch mal: Heiraten in Warnemünde

An 19 „Freitagen“ werden in diesem Jahr in der Warnemünder Vogtei Brautpaare standesamtlich getraut. 14 Termine sind bereits verstrichen, nun können sich noch an fünf Freitagen die Paare das Ja-Wort geben. Möglich sind in der Regel bis zu sechs Trauungen an einem Freitag. Auch für die letzten fünf Trautage liegen bereits Anmeldungen vor.

 

Zu einem Drittel kommen die Paare aus Warnemünde, alle anderen Brautpaare kommen aus Rostock und aus verschiedenen Bundesländern der Republik. Die Trauzeremonie in der Vogtei ist stets sehr feierlich und lockt am Ende viele Schaulustige an den geschmückten Hochzeitseingang der Vogtei. Wer sich in Warnemünde gerne trauen lassen möchte, sollte sich frühzeitig beim Rostocker Hauptstandesamt anmelden.


Es wird leer auf den Liegen am Strand

Die Liegen und Kojen an „Schusters Strandbar“ sind nicht mehr so gefragt, wie noch vor einigen Wochen. Zum einen ist die Anzahl der Feriengäste geringer geworden, zum anderen ist es in Warnemünde auch merklich kühler geworden. Wo sich im Juli noch die Gäste um einen Liegestuhl stritten, hatten sie jetzt bereits freie Wahl für die beste Liege. Das mediterrane Flair mit Palmen, weißem Sand und Cocktails wird, wenn man den Wetterprognosen glauben darf, wahrscheinlich in den nächsten Tagen noch erhalten bleiben.


„Costa Atlantica“ verließ den Warnemünder Hafen

In der vergangenen Woche verabschiedete sich auch der Kreuzliner „Costa Atlantica“ von Warnemünde. Zahlreiche neue Passagiere stiegen nochmals zu einer Reise auf das Schiff. Unzählige Schaulustige waren zur Verabschiedung an den Hafen und auf die Molen gekommen. Lang anhaltend und mehrmals ließ der schmucke italienische Kreuzliner sein Typhon aufheulen, ehe er in die offene See hinaus fuhr. Ob die Costa Reederei auch 2011 einen Kreuzliner nach Warnemünde schickt, war noch nicht zu erfahren.


Letzte Port Party 2010 am 11. September

Die Begeisterung für die Warnemünder Port Partys am Passagierhafen ist bei Urlaubern, Einheimischen und Passagieren ungetrübt. Fünf Port Partys waren für die Saison 2010 geplant und die letzte findet jetzt am 11. September statt. Dann steuern nochmals zwei Kreuzliner gleichzeitig den Warnemünder Hafen an.

 

Ab dem späten Nachmittag beginnt die große Hafenparty. Die Organisatoren rechnen erneut mit vielen Besuchern. An Karls „Pier 7“ dürfte es an diesem Tag wieder sehr eng werden. Aber darauf ist das Team natürlich vorbereitet. Kleine Shows gehen auch bei der letzten Port Party über die „Pier 7“-Bühne. Ein abschließendes Höhenfeuerwerk ist beim Auslaufen der „Norwegian Sun“ geplant.


Sommermonate sehr unterschiedlich

Der Sommer 2010 hatte zwei Gesichter. Ein heißes sonniges und ein etwas kühleres und nasses. Der Juli wurde der zweitheißeste Monat in den letzten Jahrzehnten, der August war das genaue Gegenteil. Lediglich an drei Tagen fiel kein Regen. Im August gingen etwas mehr als 125 Liter pro Quadratmeter auf Warnemünde nieder. Im langjährigen Durchschnitt wartete dieser Monat mit nur knapp 60 Litern pro m² auf.

 

Eine Folge war natürlich, dass die Sonne sich rar machte. 135 Sonnenstunden waren wirklich wenig. Das sind nur knapp 60 % eines „normalen“ Augusts. Es gab auch keinen Hochsommertag mit über 30 Grad. Der August war eigentlich schon ein herbstlicher Monat. Da die Ostsee jedoch mit 20 Grad noch ziemlich warm war, fiel die Lufttemperatur nicht so negativ aus, wie eigentlich angenommen. Auch am letzten Wochenende, also bereits im September, zeigte sich die Ostsee bei auflandigem Wind noch 18 Grad, die Luft jedoch nur 16 Grad warm.


Bollwerk muss teilweise erneuert werden

Der Zahn der Zeit nagt an den Kaianlagen am Alten Strom. Das bemerken besonders die Schiffe, die hier ihren Liegeplatz haben. An einigen Stellen mussten bereits notdürftig einige Teile des Bollwerks ausgewechselt werden. Selbst die tragenden Pfähle der Kaianlage weisen Schäden auf. Dabei wurden die Steganlagen erst vor etwa 15 Jahren komplett erneuert.

 

Nun kommt die Stadt nicht mehr darum herum, die Anlegestellen wenigstens teilweise zu erneuern. Da alle verfügbaren Liegeplätze am Alten Strom belegt sind, wird es schwierig werden, Ausweichliegeplätze für die Reparatur- bzw. Erneuerungsphasen zu finden. Ab dem 25. Oktober soll mit dem Rückbau und den Erneuerungsarbeiten begonnen werden. Vorerst sind die Mittel für 200 m neue Kaikante vorhanden.


Was ich noch sagen wollte...

… nun ist mal eine Windhose über die Warnemünder Strandpromenade hinweg gezogen, wehte ein paar Zelte und Strandkörbe umher, tanzte nur einige Sekunden und schon lauteten einige Überschriften in der Presse „Tornado verwüstete Ostseebad“. Mein Gott! Gut, einige Sekunden hatten die Besucher auf der Strandpromenade tatsächlich den Eindruck, ein Unheil kündigt sich an. Dann war aber alles schon wieder vorüber. Wenn ich nicht den Rüssel des Tornados beim Abendessen am Himmel gesehen hätte, ich hätte gar nicht gewusst, dass eine Windhose tatsächlich niedergegangen ist. Aber so ist es selbst mit den kleinen Sensationen. Sie werden aufgepuscht bis zum geht nicht mehr. Sonst würde ja auch niemand die Zeitungen lesen.

 

Was wird gegenwärtig für ein Geschrei um den Buchautor und Banker Sarrazin gemacht. Wenn man die Leserbriefe der verschiedensten Zeitungen liest, geben ihm viele Leser sogar Recht. Und selbst die Politik bewertet mittlerweile das umstrittene Buch ganz anders als vor einer Woche. Zum Ende der politischen und allgemeinen Sommerflaute hat der Autor für einen Run auf die Medien und sein Buch gesorgt. Der allseits so „beliebte“ Westerwelle kam gar nicht mehr zum Zuge. Aber ich denke einmal, das ist einfach so. Im vergangenen Jahr war es die Abwrackprämie, inzwischen gibt es das Sparpaket, und daran kann sich ab jetzt jeder hochziehen.

 

Dieser Tage hörte ich auch noch ganz andere Töne. Politiker aus den so genannten gebrauchten (alten)Bundesländern sprachen davon, dass man 1990 doch einiges von der DDR hätte übernehmen, oder zumindest lernen können. Zum Beispiel Teile des Gesundheitswesens mit den Polikliniken oder des Schulwesens. Na ja, jetzt ist es zu spät.

 

In dieser Saison laufen ab heute noch sechs Kreuzliner den Warnemünder Hafen an. Damit geht ein weiteres Kreuzfahrtjahr zu Ende. Ich habe es nicht mehr geschafft, mit meiner holden Gattin an Bord zu steigen. Dabei haben wir uns oft genug an Karls Pier 7 herumgetrieben. Nun müssen wir mit den heimischen Hafenkreuzlinern vorlieb nehmen oder mit der Fähre nach Skandinavien dampfen. Es ist eben alles möglich. Aber wir Warnemünder müssen dann immer erst in den Überseehafen fahren, um eine Fähre zu erhaschen. Dänemark, Schweden, Finnland, Polen, Russland, alles geht.

 

Jetzt, wo ich diese Kolumne schreibe, fällt mir ein, die Ostgermanen fahren kaum noch in die alten Bundesländer. Der Grund: Hier im Osten Deutschlands ist alles viel schöner. Das finde ich jedenfalls auch. Zwar ist das individuell zu betrachten, aber der Drang nach „drüben“ ist bei uns verflogen. Außerdem kommen so viele Besucher von „drüben“, dass man auch hier bleiben kann. Zudem wissen inzwischen viele: Die Sonne geht im Osten auf! Das meint heute zum offiziellen Saisonschluss Ihr Warnemünder Gerhard Martens.

 

Übrigens: Die Saison geht weiter! Mit der Nachsaison, und die kann schöner werden, als die Hochsaison.

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