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Licht im Schatten – „verfemte Kunst“ in Warnemünde

"Circe" heißt dieses Gemälde von Karl Kunz aus dem Jahre 1942. Es wird in der Galerie Joost van Mar zu sehen sein.19. April 2017

Die Werke deutscher Künstler der so genannten „Verlorenen Generation“ sind das Thema einer neuen Ausstellung, die in der Warnemünder Galerie Joost van Mar in Zusammenarbeit mit der Berliner Salongalerie „Die Möwe“ ab dem 30. April gezeigt wird.

Im Mittelpunkt stehen Gemälde, Zeichnungen und Grafiken von Vertretern deutscher Kunst, die bei Machtantritt der Nazis 1933 als Künstler für expressive, surreale oder konstruktivistisch-abstrakte Positionen in der Malerei und Plastik standen. Sie haben die dunklen Jahre in Deutschland verbracht, sich der ideologischen Kunst der NS-Reichskulturkammer verweigert, wurden aus ihren angestammten Berufen vertrieben und mit Ausstellungsverbot belegt.

Als „entartet“ ausgegrenzt, haben sie dennoch im Verborgenen weiter gearbeitet, zum Teil unter lebensgefährlichen Bedingungen. Etliche ihrer Arbeiten sind den Nazis zum Opfer gefallen und erst viele Jahre später haben diese Künstler Anerkennung erfahren. Heute gehören ihre Werke zu den Schätzen der Klassischen Moderne der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Zu den Künstlern, die in der Verkaufsausstellung vom 30. April bis 05. Juni vertreten sind, gehören Erwin Hahs, einer der Gründungsväter der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle, Curt Lahs, der Konstruktivist Thilo Maatsch, Herbert Behrens-Hangeler, der Augsburger Surrealist Karl Kunz aber auch die Bildhauer Margarete Moll und Gerhard Marcks.

Zur öffentlichen Vernissage am Sonntag, den 30. April um 16.00 Uhr spricht die Leiterin des Warnemünder Munch-Hauses, Petra Schmidt Dreyblatt. Die Galerie Joost van Mar, Alexandrinenstraße 52, ist immer von Donnerstag bis Sonntag 14.00 bis18.00 Uhr geöffnet.



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