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Junges Wohnen auf der Mittelmole

Hier im ehemaligen Scandlines-Hochhaus auf der Warnemünder Mittelmole soll als Übergangslösung ein Jugendwohnheim entstehen.Hier im ehemaligen Scandlines-Hochhaus auf der Warnemünder Mittelmole soll als Übergangslösung ein Jugendwohnheim entstehen.11. Januar 2017

Eine interessante Idee zur Zwischennutzung des Scandlines-Hochhauses auf der Mittelmole verfolgt das kommunale Wohnungsunternehmen Wiro derzeit. Der Bereichsleiter für Investitionen, Christian Jentzsch, stellte den Warnemündern die aktuellen Pläne auf der gestrigen Ortsbeiratssitzung vor.

Das Bürohaus in exponierter Lage soll für 3 Millionen Euro in ein Jugendwohnheim mit 58 einfach aber praktisch möblierten Einzel- und Doppelzimmern und 110 Betten umgebaut werden. Duschbäder befinden sich entweder direkt in den Zimmern oder als zentrale Lösung jeweils auf der Etage, im Erdgeschoss ist ein großer Gemeinschaftsraum geplant und natürlich wird es Möglichkeiten geben, dass die Bewohner sich ihr Essen zubereiten können. W-Lan ist selbstverständlich Usus und Parkplätze gibt es reichlich direkt vor der Haustür. Der Standard ist gut und mit dem eines Studentenwohnheims vergleichbar – nur eben alles neu und frisch und in traumhafter Lage, nämlich auf dem Warnemünder Filetgrundstück schlechthin.

An der Fassade soll es keine Veränderungen geben, einzig ein Fluchttreppenhaus muss aus brandschutztechnischen Gründen angebaut werden. Es ist auch keinerlei Restaurantbetrieb oder Frühstücksversorgung geplant, denn dafür bieten sich im Ostseebad zahlreiche andere Gelegenheiten.

Die Wiro betreibt bereits ein Jugendwohnheim in Lichtenhagen, ein Jugend- und Studentenhaus in der Südstadt sowie das Studentenhaus in der Elisabethwiese in der KTV – kurz Wirotels genannt. „Nicht immer passen Bewerber und Ausbildungsplatz regional zusammen“, macht Bereichsleiterin Susanne Schulz deutlich. „Dann müssen junge Menschen mobil und bereit sein, eine Stelle auch weit weg von zu Hause anzunehmen.“ Die berufliche Integration, ein unbekanntes Umfeld, neue Menschen und der Ablöseprozess von den Eltern seien große Herausforderungen, bei denen die Wirotels gute Starthilfe leisten: „Im Kreise Gleichaltriger kann man sich austauschen, Gemeinschaft erleben und den Freiraum genießen, den man zur Entfaltung der eigenen Selbstständigkeit braucht.“

Der Bedarf ist groß: „Etwa 80 Interessenten konnten wir  bislang nicht berücksichtigen und in Anbetracht der hochattraktiven Lage rechnen wir mit viel Zuspruch“, bestätigt auch Christian Jentzsch. Zu den Preisen wollte der Wiro-Mitarbeiter noch keine Aussage treffen, nur so viel: „sie werden sich in etwa an denen der anderen Wirotels orientieren.“

Das neu geplante Jugendwohnheim am Bahnhof 3a auf der Warnemünder Mittelmole soll voraussichtlich ab 2018 volljährigen Auszubildenden und Studenten, aber auch Sportlern ein Zuhause auf Zeit bieten. „Den Umnutzungsantrag“, so Susanne Schultz, „haben wir im Dezember 2016 gestellt.“ Büros für die Warnemünder Vereine sollen in den neben dem Hochhaus stehenden Flachbauten entstehen.



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