Das Wetter an der Warnowmündung zeigte sich am zurückliegenden Pfingstwochenende eher durchwachsen. Trotzdem war das Ostseebad Warnemünde bei Kurzurlaubern stark nachgefragt. Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und der Campingplatz waren gut gebucht und auch der neue Warnemünder Wellnesstempel Seebad durfte sich über einen ersten größeren Ansturm freuen – die Ostsee ist mit 13 Grad Wassertemperatur noch keine echte Alternative. Veranstaltungshighlights wie das KARAT-Konzert im Kurhausgarten und die Kult-Pfingstfete im Ferienpark Markgrafenheide taten ihr übriges und lockten zusätzlich die Gäste an.
Zeigte sich der Sonnabend bis zum Nachmittag noch hochsommerlich warm, zog dann aus Süden eine Schlechtwetterfront heran und brachte am Abend heftige gewittrige Niederschläge. Größere Schäden, wie etwa auf der Insel Usedom, blieben in Warnemünde aber glücklicherweise aus. Sowohl der Pfingstsonntag, als auch der Pfingstmontag zeigten sich regnerisch trüb. Die Strandkörbe blieben unter diesen Bedingungen meist leer. Für aktive Erholung hingegen war das Wetter ideal. Unzählige Radwanderer, Jogger und Walker nutzten den Küstenwald für ihre Aktivitäten. Für einen erholsamen Spaziergang reichte es allemal und so zogen sich endlose Spaziergänger-Kolonnen am Strand, am Alten Strom und auf der Promenade entlang.
Am Donnerstag, den 30. Mai, um 20.00 Uhr, steigt im Warnemünder Ringelnatz-Café, in der Alexandrinenstraße 60, ein Konzert der Extraklasse: Toni Lorenzo, ehemaliges Mitglied des legendären Golden Gate Quartetts ist mit The Holy Rollers Gospel & Blues Band zu Gast. Lorenzo, der „tiefste Bass diesseits des Missouri“ präsentiert sein neues Programm mit traditionellem Gospel- und Spiritual-Repertoire im groovigen New Orleans Sound. Seine Musik stellt das Bindeglied zwischen Gospel und Jazz, zwischen Kirche und Straße dar. Toni Lorenzo, mit bürgerlichem Namen Anthony Lorenzo Gordon, war Mitglied in vielen bekannten Gesangsformationen. Für sein Mitwirken im Golden Gate Quartett wurde er 2011 in die US Gospel Hall Of Fame aufgenommen.
Der ausgebildete klassische Basso Profundo verzaubert das Publikum mit seiner einmaligen Stimme und stets hundertprozentiger Bühnenpräsenz, die im Laufe des Konzerts je nach Song und Stimmung alle Facetten von charmant- souverän bis begeistert-mitreißend aufleuchten lässt. Die Band an seiner Seite besteht aus international anerkannten Profi-Musikern, die das Programm-Konzept stilübergreifend routiniert und mit viel Freunde und Engagement umsetzt. Das Ensemble besteht aus Toni Lorenzo - Gesang/Gitarre, Jürgen Adlung - Piano/Orgel/Gesang, Bernd Hasel - Schlagzeug/Gesang und Matthias Köhler - Gitarre/Gesang. Freuen Sie sich auf einen unvergesslichen Abend.
Einlass ist ab 18.30 Uhr. Tickets sind für 15,00 Euro im Coaast Rockcafé , Am Leuchtturm 4, Tel.: 0381/5191100 erhältlich.
Jedes Jahr, am 2. August-Wochenende, machen mehr als 200 Traditionssegelschiffe in Rostock und Warnemünde fest. Die zum Teil über 100 Jahre alten Schiffe und laden alljährlich zum Anschauen und Mitsegeln ein.
Das maritime Flair der Hanse Sail lässt sich während einer Ausfahrt auf einem der Teilnehmerschiffe natürlich als eine ganz besondere und unvergessliche Erfahrung erleben. Für viele Schiffe hält die Tall-Ship Buchungszentrale daher noch Mitsegel-Angebote für die ganze Familie bereit. Und: Schnell sein lohnt sich ganz besonders! Für den schwedischen Dreimast-Schoner Ingo etwa wird die Ausfahrt am Sail-Sonntag, den 11. August, von 10.00 bis 16.00 Uhr, noch bis zum 31. Mai zu einem Frühbucher-Aktionspreis angeboten. Erwachsene zahlen so für das Ticket 62 Euro, Kinder von 7 bis 14 Jahren 49 Euro. Das Familienticket für zwei Erwachsene und zwei Kinder wird für 175 Euro angeboten. Nähere Informationen zu diesem und weiteren Angeboten gibt es unter www.hansesail.com.
» Teilnehmerschiffe der 23. Hanse Sail
Foto: Archiv Hanse Sail Rostock
Durch die Stadt Rostock wurde ein externes Unternehmen mit einer Parkhausstudie für die Fläche zwischen Bahntrasse und der Straße am Passagierkai auf der Mittelmole beauftragt. Die Ergebnisse wurden in der vergangenen Woche beim Forum Mittelmole diskutiert.
Die Studie hatte zum Ziel, auf dem etwa 7.000 m² großen, östlich an das unter Denkmalschutz stehende Stellwerkgebäude angrenzende Areal, PKW-Stellplätze in ausreichender Anzahl und städtebaulich verträglicher Form unterzubringen. Das Ergebnis zeigt, dass nicht mehr als etwa 850 Pkw-Stellplätze anzuordnen sind, wenn auf das bauliche Umfeld ausreichend Rücksicht genommen werden soll. Absolut einvernehmlich wurde beschlossen, dass sich die maximale Parkhaus-Gebäudehöhe an der Höhe des angrenzenden Kreuzfahrtterminals orientiert und diese nicht überschreitet. Eine Erweiterung der Stellplatzkapazitäten wäre auf diese Fläche lediglich durch Parkgeschosse unterhalb der Erde vertretbar.
Darüber hinaus wurden noch zwei weitere Optionen zur Erhöhung der Stellflächenzahl debattiert. Zum einen wird in Erwägung gezogen, im Rahmen eines Ersatzneubaus für das Zelt-Kreuzfahrtterminal am Liegeplatz 8 zusätzliche PKW-Parkplätze zu realisieren. Zum anderen wurde vorgeschlagen, weitere PKW-Stellplätze in der Tiefgarage unter dem Wohnbereich im Mittelmolen-Nordwestabschnitt zu realisieren. Beide Optionen müssen noch hinlänglich geprüft werden.
Das Forum Mittelmole wird nach der Sommerpause erneut tagen.
Der ständige Parksuchverkehr im Bereich Seestraße und Straße Am Leuchtturm ist für Anwohner und Erholungssuchende ein Ärgernis. Um das Problem mit der geplanten Straßensanierung angehen zu können, sind die Stadtplaner aktiv geworden und haben das Ingenieurbüro Dorsch-Consult mit einer möglichen Verkehrsplanung beauftragt. Vier Lösungsansätze wurden auf der letzten Sitzung des Ortsbeirats vorgestellt. Nach kontroversen Diskussionen konnten sich die Vertreter des Ortsbeirats auf eine bevorzugte und machbare Variante einigen. Danach werden sowohl die Straße Am Leuchtturm, die Georgienstraße als auch der Georginenplatz zur Fußgängerzone erklärt und der Bereich Seestraße – ab dem Strand-Hotel Hübner bis zum Hotel Am Leuchtturm – zukünftig als verkehrsberuhigt gelten. In den Fußgängerzonen wird es zeitlich beschränkte Ausnahmen für Anlieger und Lieferverkehr
„120 Stellplätze werden bei dieser Variante entfallen,“ erklärt Christian Bock vom Büro Dorsch-Consult und weiter „das ist kein städtebaulicher Zwang, sondern durch die Anlieger so gewünscht. Der leidige Parksuchverkehr in diesem Bereich soll damit beendet werden.“ Vor dem Hotel Am Leuchtturm könnte ein Wendehammer entstehen, damit auch dreiachsige Müllfahrzeuge wieder in die Seestraße zurückfahren können.
Hans-Joachim Richert vom Warnemünde Verein votierte für die vorgestellte Variante und erklärte darüber hinaus „Uns geht es in erster Linie darum, eine Verkehrsberuhigung nach Gesetz für den Bereich Kurhausstraße, beginnend ab Hotel Neptun bis zum Leuchtturm durchzusetzen. Erst wenn die umgesetzt ist, wird es hier auch zu einer Entspannung kommen.“ Richert führte noch weiter aus und kann sich außerdem perspektivisch vorstellen, nach erfolgter Straßensanierung, den historischen Ortskern Warnemündes weitestgehend verkehrsfrei zu halten.
Noch vor etwas mehr als einem Jahr hieß es, die Warnemünder Kurbibliothek müsste geschlossen werden – das war sie dann auch, jedoch nur für einen kurzen Zeitraum. Auf Intention des Warnemünde Vereins wurde die Schließung aufgehoben und das nähere Umfeld bereinigt und gepflegt. Seit dem hat sich einiges getan.
Zwar gibt es im Ostseebad immer weniger junge Leser, aber die älteren sind dafür besonders aktive Leseratten. „Seit einigen Monaten gibt es auch die Möglichkeit zur Bestellung von Büchern aus anderen Zweigstellen“, und „die Warnemünder nutzen dieses Angebot überproportional“, so Rostocks Bibliotheksdirektor Manfred Heckmann. „Außerdem wollen wir in ein paar Monaten WLAN und Kinderveranstaltungen mit Puppenspielern anbieten“, so Heckmann weiter. Ganz aktuell nimmt die Kurbibliothek mit Lesungen auch an den Stephan-Jantzen-Tagen vom 17. bis 21. Juli teil.
Die Öffnungszeiten haben sich hingegen nicht verändert. Die Lesehalle am Warnemünder Kurpark ist nur am Dienstag und Freitag, von 10.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 18.00 geöffnet. Gerade in der Saison, wenn das Wetter schlechter ist, wird das Angebot der Bibliothek besonders durch Urlauber genutzt. Die eingeschränkten Öffnungszeiten wirken sich oft problematisch auf die Rückgabe von geliehenen Exemplaren aus. Geprüft wird derzeit, ob es möglich ist, beispielsweise für einen Hol- und Bringedienst das Ehrenamt zu nutzen, um den Bibliotheksservice zu optimieren.
Bis 2015 werden in der Parkstraße zwischen dem Parkplatz Mitte (Jugendherberge) und dem Sportplatz des SV Warnemünde 85 neue Wohneinheiten mit einer Größe zwischen 60 und 150 Quadratmetern in 4- bis 5-geschossigen Villen entstehen. „Ansprechende und moderne Grundrisse ermöglichen einen gehobenen Wohnkomfort nur 100 Meter von der Ostsee entfernt“, so der Investor, die Ostseesparkasse Rostock.
Angeboten werden Zwei-, Drei- und Vier-Raumwohnungen sowie Penthäuser – alle mit Balkon oder Terrasse. Auch Tiefgaragen, Aufzüge und barrierefreie Wohnungen im Erdgeschoss sind geplant. Die Außenanlagen sollen parkähnlich angelegt und mit einem Spielplatz für Kleinkinder versehen werden.
Die Wohnungen sollen ausschließlich als Erst- oder Zweitwohnsitz veräußert werden. Eine Ferienvermietung ist laut Investor nicht zulässig. In einem roter Info-Container werden zu gegebener Zeit Immobilienberater der Ospa vor Ort weitere Fragen beantworten.
Die Rostocker Heide entspricht nicht der üblichen Vorstellung einer Heide, wie etwa der Lüneburger Heide mit Heidekraut und Heidschnucken. Sie zeichnet sich vielmehr durch viele Feuchtwassergebiete, Moore, Gräben und Seen mit einem sehr großen Baumbestand von Birken, Buchen und Kiefern aus.
Die Rostocker Heide ist eines der größten zusammenhängenden Küstenwaldgebiete an der Ostsee und längst nicht allen Urlaubern bekannt. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub Rostock, ADFC, hat gemeinsam mit der Tourismuszentrale geführte Radwandertouren aufgelegt, um die Heide so zu erkunden. Die Touren führen von Markgrafenheide entlang des Moorgrabens zum Hüttelmoor, das je nach Wasserstand auch durchfahren werden kann. Weiter geht es durch die typische Landschaft mit ihren breiten Schneisen und seltenen Pflanzen. In Hinrichshagen kann mit Räucherfisch oder Fischbrötchen unterwegs eine kleine Stärkung eingenommen werden. Je nach Kondition entscheiden dann die Tourenteilnehmer, ob sie noch einen Abstecher zum Schnatermann machen wollen. Zurück in Markgrafenheide besteht dann noch die Möglichkeit, mit dem Schiff über den Radelsee und den Moorgraben nach Warnemünde zu fahren.
Die 20 bis 25 km langen Touren dauern etwa 3 Stunden und starten ab dem 11. Juni bis Ende August jeweils am Dienstag um 14.00 Uhr vor dem Markgrafenheider Heidehaus in der Warnemünder Straße 3. Sie sind in allen Tourist-Informationen Rostocks, Warnemündes und Markgrafenheides buchbar.
Öffentliche WC-Anlagen sind in Warnemünde Mangelware – das ist nicht neu. Jetzt tut sich etwas in Sachen Notdurft. Erst kürzlich berichteten wir von der Idee eines Investors in einem ausgedienten Seezeichen, dem alten Molenfeuer, unmittelbar neben dem S-Bahnhof Werft eine öffentliche Toilette zu errichten. Dieser Antrag liegt mittlerweile dem zuständigen Bauausschuss des Ortsbeirats vor und könnte bald schon realisiert werden. Maßgabe ist allerdings, dass die neue WC-Anlage effizienter gestaltet wird – statt der geplanten zwei Unisex-Toiletten wünscht sich der Ortsbeirat eine Damen-, eine Herren- und eine Behindertentoilette.
Ein weiterer Antrag zum Betreiben einer öffentlichen Toilette mit Behinderten-WC und Verkaufskiosk, direkt am Passagierkai, liegt von Seiten des Pier7-Betreibers, Robert Dahl vor. Die zweigeschossige Holzkonstruktion, deren Dach gleichzeitig als Aussichtsplattform dienen soll, wird nach Wunsch des Investors nur saisonal, von März bis September, betrieben. Das Gesuch wurde von Seiten der Rostocker Ämter bereits einmal abgelehnt. Bleibt zu hoffen, dass der Investor bei seinem zweiten Versuch mehr Glück hat – die Bedürfnisse steigen mit der Zahl der Kreuzfahrtschiffe.
Alles fing so gut an, 25 Grad, herrlicher Sonnenschein, echtes Sommerwetter im Mai und dann noch Pfingsten. Eine Illusion, wie sich heute am späten Abend des Pfingstmontag resümieren lässt. Bereits am Wochenende schlug das Wetter zum Entsetzen vieler Wochenendurlauber so drastisch um, dass in den Boutiquen ein echter Run auf Rollkragenpullover und Übergangsjacken zu verzeichnen war. Nach diesem endlos langen Jahrhundertwinter war ja klar dass auch der Mai noch einmal seinen Teil an Unwetter dazugeben musste. Die Betreiber unserer Warnemünder Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen müssen wahrlich einiges in diesem Jahr aushalten.
Etwas Gutes kann man dem verregneten Pfingstfest trotzdem abgewinnen. Die Bauern freuen sich über das fällige Nass, und auch in den Forstbetrieben gibt es erst einmal Entwarnung wegen eventueller Waldbrände. Warnemünde war an diesem langen Pfingstwochenende trotzdem gut besucht. Die bereits eingecheckten Gäste ließen sich die Laune nicht verderben, stürmten die Cafés oder machten es sich in den Warnemünder Restaurants bequem. Nutznießer waren vor allem die vielen Geschäfte, die sich durch die vielen Kurzurlauber im Ort über ein gutes Pfingstgeschäft freuen durften.
Für die Strandkorbvermietungen allerdings, bleibt dieses Pfingstfest in keiner guten Erinnerung. Bei Platz- und Nieselregen verirrten sich nur wenige Menschen an den Strand, und wenn doch, dann nur zu einem Spaziergang unter dem Regenschirm. Aber auch wenn der Frühling erst einmal Pause gemacht hat, die eigentliche Saison beginnt ja gerade erst und am Ende der Woche wartet schon das nächste „Hoch" auf seine Chance, die zahlreichen Warnemünder Fans zu uns an die Ostsee zu locken.
Der von der Rostocker Bürgerschaft bestellte Kunstbeirat wird am 30. Mai 2013 seine Arbeit aufnehmen. Auf der ersten Sitzung, die öffentlich stattfindet, werden die Themen Einladungswettbewerb für ein Kunstwerk in der Warnemünder Kirchenstraße, Initiative zur Schenkung der Bronze „Pferd“ von Jo Jastram, die „Esperanza“ auf der Mittelmole und der Künstlerische Wettbewerb für das Rostocker Petriviertel auf der Tagesordnung stehen.
Die Sitzung findet von 15 bis 18 Uhr im Raum 1a/1b des Rathauses, Neuer Mark 1, statt.